Aachener Firmenlauf: Ein Sportevent als kleine Wirtschaftsschau

Von: Joel Teichmann
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Erst die Hände hoch und dann die Beine in die Hand nehmen: Rund 7000 Läuferinnen und Läufer aus 488 Unternehmen gingen am Freitagnachmittag beim sechsten Aachener Firmenlauf an den Start und nahmen den Kurs durch den Campus Melaten unter ihre Sohlen. Foto: Andreas Steindl
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Erst die Hände hoch und dann die Beine in die Hand nehmen: Rund 7000 Läuferinnen und Läufer aus 488 Unternehmen gingen am Freitagnachmittag beim sechsten Aachener Firmenlauf an den Start und nahmen den Kurs durch den Campus Melaten unter ihre Sohlen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Über Wochen und Monate wurde der Aachener Firmenlauf intensiv geplant, jedes noch so kleine Problemchen besprochen. Und doch wird Organisator Daniel Gier am Morgen kurz gebangt, vielleicht gehofft oder gebetet haben, bevor er das erste Mal aus dem Fenster schaute.

Doch prompt kam die Erleichterung: Trocken, wenige Wolken, sogar etwas Sonnenschein – Schwein gehabt. Das Wetter stand einer erfolgreichen sechsten Ausgabe also schon einmal nicht im Wege. Doch viel Schlaf bekam der Organisator ohnehin nicht. „Ich bin total nervös gewesen“, erzählte er.

Kein Wunder: Schließlich kramten stolze 7000 Läufer und Läuferinnen aus knapp 500 Firmen die Sportschuhe heraus, um die diesjährige Strecke durch den Campus Melaten zu meistern. Und wer für das optimale Wetter verantwortlich ist, klärte sich auch schnurstracks. „Das haben wir von der Stadtverwaltung aus bestellt“, scherzte Bürgermeister Norbert Plum, der den Oberbürgermeister als Schirmherr vertrat.

Am Start knubbelt es sich

Gelaufen werden konnte auf der 4,8 sowie der etwas „sportlicheren“ 9,6 Kilometer langen Strecke. Und bei 7000 Sportlern kann es sich da am Streckenbeginn schon einmal tummeln. Über fünf Minuten nach den ersten Startern, einem Aachener American-Football-Team, überquerten dann auch die Letzten die Startlinie. „Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gelaufen“, sagte Teilnehmer Marvin Ziemons anschließend schwer atmend. Auch wenn es zu Beginn „ätzend eng“ war, wie er erklärte. „Nicht alle Langsamen waren auch wirklich hinten.“

Und wer sich ins Ziel rettete, der konnte danach gemütlich an zig Pavillons vorbeischlendern, in denen die Unternehmen sich und ihre Produkte vorstellten. Als „kleine Wirtschaftsschau“ bezeichnete es eine vorbeigehende Besucherin. Im Vordergrund des Laufsportevents steht aber der gute Zweck, vor allem die Förderung von Kindern und Jugendlichen. So wird die Rekordsumme in Höhe von 30.000 Euro dann auch gerecht unter drei Einrichtungen aufgeteilt: Sowohl der Förderverein „Kinderseele“ als auch „Brückenschlag Aachen“ und das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe bekamen je ein Drittel des Geldkuchens ab.

Auf dem Bendplatz wird es eng

Ein bisschen grau färbte sich der Himmel am Ende dann doch noch, trotzdem blieb das Event ohne Wermutstropfen. Denn „organisatorisch verlief alles problemlos“, versicherte Daniel Gier. Auch wenn es am Bendplatz, der als riesiger Parkplatz gebraucht wurde, nach Aussagen einiger Läufer teilweise etwas eng wurde. „Das hat sich aber schnell wieder aufgelöst“, so der Organisator. Und so schnell wie die 50 Tonnen Materialgewicht in Form von Pavillons oder anderweitigem im Vorhinein aufgebaut wurden, verschwanden sie dann auch wieder. Um 23 Uhr sollten nämlich alle Spuren des 6. Aachener Firmenlaufs wieder beseitigt sein.

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