Aachen - Aachener Familie wird Opfer brutaler Gangster

Aachener Familie wird Opfer brutaler Gangster

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Polizei Blaulicht Symbolbild
Drei mit Maschinenpistolen bewaffnete und mit Sturmhauben maskierte Männer dringen in ein Haus im Südviertel ein. Symbolbild dpa

Aachen. Die Szene erinnert an Filme in der Sendung „Aktenzeichen XY“. Es ist 21 Uhr an diesem Abend, als ein 66 Jahre alter Mann mit seinem Wagen nach Hause kommt. Er parkt das Auto in der Einfahrt des Hauses am Lutherweg, eine kleine Nebenstraße des Preuswegs.

Als er aussteigt, steht plötzlich ein mit einer Sturmhaube maskierter Gangster neben ihm. Bewaffnet ist der Täter mit einer Maschinenpistole, deren Lauf er dem Opfer an den Kopf hält. Vor Ort sind noch zwei weitere Männer, ebenfalls mit Sturmhauben über den Köpfen und Maschinenpistolen in den Händen. In den darauf folgenden Minuten spielt sich im Südviertel ein brutales Verbrechen ab. Für die Opfer wird der Abend zum Alptraum.

Im Haus befindet sich zu diesem Zeitpunkt auch die 78 jahre alte Lebenspartnerin sowie deren 54 Jahre alter Sohn. Die schwer bewaffneten Täter gehen bei dem Raubüberfall alles andere als zimperlich vor. Deutsch sprechen sie nicht, es fallen nur ein paar Worte auf Englisch, als die Männer ihre Befehle geben. Klar ist jedoch: Sie wollen Wertgegenstände. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, schlagen sie zu. Dem 54-Jährigen schlägt man gar mit einem Hammer aufs Knie. Letztlich erbeutet das Trio Bargeld und Schmuck, sperrt sie in einem Raum ein und tritt die Flucht an.

Großfahndung erfolglos

Die Opfer bleiben schockiert und teils verletzt zurück, alarmieren per Handy die Polizei, die mit einem Großaufgebot anrückt, den Preusweg abriegelt und Passanten befragt. Auch die niederländischen und belgischen Kollegen werden informiert, die Grenzen werden zeitweise geschlossen. Das alles ist zunächst jedoch nicht von Erfolg gekrönt, die Täter sind über alle Berge.

Das alles hat sich bereits am vergangenen Freitagabend ereignet. Die Polizei gab am Wochenende trotz Nachfrage unserer Zeitung keinerlei Informationen zu dem Fall heraus. Erst am Montag brach die Behörde das Schweigen, das zunächst mit „Ermittlungen“ begründet worden war. Allerdings hatte sich vom Wochenende bis Montag am eigentlichen Sachverhalt nichts geändert.

Als Täterbeschreibung liegt der Polizei folgendes vor: Ein Mann war mit nur etwa 1,60 Meter eher klein, seine Komplizen waren etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß. Alle drei waren mit schwarzen, blousonartigen Jacken und schwarzen Outdoorhosen bekleidet. Bei dem kleineren Mann waren unten am Bund der Jacke und am Ausschnitt orangefarbene Bändchen. Hinweise dazu nimmt die Kripo Aachen unter den Telefonnummern 0241/9577-31301 oder 9577-34210 (außerhalb der Bürozeiten) entgegen.

Im Preusweg und in der Umgebung macht sich indes Sorge breit. Vor einigen Wochen war an einem einzigen Abend rund ein Dutzend Autos am Preusweg aufgebrochen worden. Die Täter nahmen reihenweise Multifunktionslenkräder und/oder fest eingebaute elektronische Geräte mit. Der Fall von Freitagabend hatte nun allerdings noch eine ganz andere Qualität.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert