Aachen - Aachener Fahrradtag: Mix aus Infos und Action kommt auch bei Regen an

Aachener Fahrradtag: Mix aus Infos und Action kommt auch bei Regen an

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Ganz im Zeichen des (Fahr-)Rads: Der Aachener Fahrradtag bot am Elisenbrunnen eine Fülle von Informationen, aber auch viel Action – wie zum Beispiel an der Hochradstation. Foto: Andreas Steindl
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Die antiken Dreiräder erfreuten sich bei den kleinen Besuchern in der Rotunde ausgesprochen großer Beliebtheit. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kalter Wind, Nässe von oben – Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin der Kampagne „FahrRad in Aachen“ konnte das beim neunten Aachener Fahrradtag am Samstag am Elisenbrunnen alles nicht schrecken. „Hier ist trotzdem einiges los. Das zeigt: Fahrradfahrer sind bei jedem Wetter unterwegs.“

Sicher wären noch mehr Menschen gekommen, wenn sich die Sonne nur mal ein bisschen hätte blicken lassen. Dennoch waren die Stände angefangen bei der Polizei und der Dekra, die die Gefahr des toten Winkels eindrücklich demonstrierten, über gewerbliche Fahrradhändler bis zu einem Anbieter von Fahrradgaragen immer wieder Anlaufstellen von Neugierigen.

Verkehrserziehung für Flüchtlinge

Stadt und Städteregion hatten sich ebenfalls im Regen postiert, um ihr breites Angebot an Fahrradrouten, Aktionen wie den Fahrradsommer oder das Stadtradeln zu informieren. Küpper ist aktuell stark mit dem „Sicherheitstraining für jedermann“ beschäftigt, das die Stadt ins Leben gerufen hat, um das Sicherheitsgefühl der Radler zu stärken. Hier melden sich zurzeit viele Menschen mit Migrationshintergrund an, in deren Ländern das Fahrrad nur als ein Spielzeug für Kinder gilt.

Sie haben daher nicht gelernt, sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Küpper geht auch verstärkt in Flüchtlingsklassen, um dort die Verkehrserziehung, die hier aufgewachsene Kinder schon aus der Grundschule kennen, nachzuholen.

Gleiches macht die Verkehrswacht – beim Fahrradtag traditionell mit dem Rollerparcour vertreten – in den Kindertagesstätten. Obwohl Josette Rekitt, Moderatorin für „Kinder im Straßenverkehr“ (KiS) bei der Verkehrswacht, auf die Bremse tritt, wenn es um die Teilnahme von Kindern im Straßenverkehr geht. „Eltern haben oft zu hohe Ansprüche an ihre Kinder. Sie können aber im Vorschulalter noch nicht selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen.“

Seit zwei Jahren wird in den Stadtteilen Eilendorf und Brand das Radfahren nach vorne gebracht: „Wir fragen dort regelmäßig die Bürger, was man verbessern kann. Zurzeit arbeiten wir daran, in Eilendorf ein Lasten-E-Bike zum Ausleihen zur Verfügung zu stellen“, berichtete Küpper.

Radlaster namens K.A.R.L.

Gleiches will die Bleiberger Fabrik erreichen und hat ihrem Leih-Lastenflitzer auch schon einen standesgemäßen Namen verpasst: K.A.R.L. – Kaiserstadt Aachen Rad-Laster. Dafür brauchen die Verantwortlichen noch 4500 Euro, die sie auch beim Fahrradtag einzusammeln versuchten. „Wir haben zurzeit eine Finanzierungszusage von dem ADFC, dem VCD und Cambio von insgesamt 1500 Euro. Die Stadt will sich auch beteiligen, allerdings ist noch nicht bekannt, in welcher Höhe“, teilte Axel Jansen von der Bleiberger Fabrik mit.

Ein bisschen bürgerschaftliches Engagement ist also noch nötig, bis der gelbe Karl durch Aachens Straßen flitzen kann (Infos und Spendenlink unter www.karl.bleiberger.de), um Bierbänke, Kinder oder – wie auf der Werbekarte abgebildet – Unmengen von Printen zu transportieren.

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