Aachener erobern ihre Domschatzkammer neu

Von: Rolf Hohl
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Die Wiedereröffnung der Domschatzkammer lockte zahlreiche Gäste an, die die Kostbarkeiten des bedeutendsten Domschatzes nördlich der Alpen bestaunen wollten. Der Umbau hat 155.000 Euro gekostet. Foto: Ralf Roeger
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Die Wiedereröffnung der Domschatzkammer lockte zahlreiche Gäste an, die die Kostbarkeiten des bedeutendsten Domschatzes nördlich der Alpen bestaunen wollten. Der Umbau hat 155.000 Euro gekostet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. In Museen ist man gemeinhin angehalten, leise zu sein. Ganz anders aber ging es aber am Wochenende bei der Wiedereröffnung der Domschatzkammer zu, deren Höhepunkt am Sonntag ein kleines Konzert im Treppenhaus des Museums war.

Die Räumlichkeiten mit den Kostbarkeiten des bedeutendsten Domschatzes nördlich der Alpen waren zuvor vier Wochen lang wegen Umbauarbeiten geschlossen. Der alte, pannenanfällige Treppenlift wurde nun durch einen gläsernen Aufzug in der Mitte des Treppenhauses ersetzt, der nicht nur optisch, sondern auch im Sinne der Inklusion auf der Höhe der Zeit ist.

„Als Kirche sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, Menschen mit Behinderung zu helfen und die Teilnahme am kulturellen Leben unserer Stadt zu ermöglichen“, sagte Dompropst Manfred von Holtum. Zur Eröffnung sang der Aachener Chor „Cappella a Capella“, der mit teilweise neu interpretierten Gesängen aus neun Jahrhunderten aufwartete – zur sichtlichen Begeisterung der vielen bereits mittags erschienenen Gäste.

Nach und bereits während des unterhaltsamen Auftritts des Chors nahmen die zahlreichen Besucher zum reduzierten Eintrittspreis die wiedereröffneten Räume in Augenschein. Ganz perfekt seien diese aber immer noch nicht, wie Birgitta Falk, die neue Leiterin der Domschatzkammer, meinte. Demnächst werde man damit beginnen, auch die Höhe der Ausstellungskästen wo nötig anzupassen, damit auch Besucher im Rollstuhl Kaiser Karls Schätze uneingeschränkt begutachten können.

Das Eröffnungswochenende markierte den Schlusspunkt des rund 155.000 Euro teuren Umbauprojekts, das etwa zu einem Fünftel durch Spenden ermöglicht wurde. Neben den Führungen für Erwachsene und Kinder gab es für letztere auch eine kleine Schatzsuche und Bastelaktionen.

Ab dem kommenden Wochenende erweitert die Domschatzkammer zudem ihr Angebot an Besichtigungsprogrammen an Samstagen und Sonntagen. Jeweils um 11 Uhr findet fortan eine etwa 45 Minuten dauernde Führung auf Deutsch statt, und um 12 Uhr folgt dann eine auf Englisch.

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