Aachener ehren unvergessenen Sozialdemokraten Brandt

Von: Tim Habicht
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Erinnern mit einer Ausstellung an Willy Brandt: von links SPD-Vorsitzender Karl Schultheis, Bruno Meyer, Uwe Büttner und Frank Michel vom Historikerteam. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Am 18. Dezember 1913 wurde Willy Brandt in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm geboren. Der ehemalige Bundeskanzler war einer der wichtigsten Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Brandt wäre am Mittwoch 100 Jahre alt geworden.

Im Rahmen seines Geburtstages gibt es eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Persönlichkeit, das politische Wirken und die historische Bedeutung des vierten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland beleuchtet. Es ist also genau die richtige Zeit, um eine Ausstellung mit lokalem SPD-Bezug zu starten.

Aus diesem Grund hat die Aachener SPD auf fünf Roll-Ups die beinahe 150-jährige Geschichte der Sozialdemokraten in der Kaiserstadt in der Geschäftsstelle der SPD an der Heinrichsallee 52-54 dargestellt. „Dabei fiel die Recherche stellenweise relativ einfach, stellenweise aber auch enorm schwer. Alleine beim Gründungsdatum gibt es drei verschiedene Varianten“, beschreibt Bruno Meyer, einer von acht Helfern und Helferinnen bei der Erstellung der Roll-Ups und Vorsitzender der SPD in Burtscheid.

Neben der Gründungsphase zeigen die informativen Banner auch die Geschichte der SPD im Kaiserreich, vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und natürlich auch in der heutigen Zeit. Dabei gibt es einen eigenen Roll-Up über die wichtigsten Aachener SPD-Persönlichkeiten wie beispielsweise August Bebel, Ludwig Kuhnen, Ulla Schmidt, Martin Schulz und auch Karl Schultheis. „Passend zum Geburtstag Willy Brandts möchten wir unseren ganz lokalen Beitrag zur SPD-Geschichte liefern. Denn auch für Aachen war Willy Brandt enorm wichtig“, beschreibt Schultheis. 1990 war Brandt beispielsweise im Ratskeller gemeinsam mit Johannes Rau im Rahmen des Landtagswahlkampfes.

All diese großen und kleinen Geschichten sind auf den fünf Wänden zu sehen. Die acht historisch interessierten Männer und Frauen arbeiteten dabei Hand in Hand in der sogenannten Geschichtswerkstatt. „Vor allem für neue SPD-Mitglieder sind diese Aufsteller überaus praktisch, damit sie sich schnell einen Überblick über die Geschichte der Aachener SPD aneignen können“, sagt Karl Schultheis. Die neuen Roll-Ups sollen dabei zum einen in der SPD-Geschäftsstelle stehen, zum anderen aber bei diversen Veranstaltungen aufgestellt werden. Außerdem wolle man die große Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung demnächst nach Aachen holen. Dann würden die Aufsteller die Geschichte des Ex-Kanzlers mit lokalen Gesichtspunkten ergänzen. Eines bleibt immer in der Geschäftsstelle der Sozialdemokraten: die Büste von Willy Brandt.

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