Aachener Duo „Jato“: Viel Wind auf Bühnen in den USA gemacht

Von: az
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Meister der „Windinstrumente“ Orgel und Saxophon: Lutz Felbick (l.) und Heribert Leuchter begeisterten bei Konzerten in den USA.

Aachen. Das Orgel-Saxophon Duo „Jato“ mit Lutz Felbick an der Orgel und dem Saxophonisten Heribert Leuchter hat kürzlich auch in den Vereinigten Staaten „viel Wind verbreitet“. Auf Einladung des Dekans der University of Florida gaben die beiden auf dem Campus in Tampa ein Konzert in der wunderschönen Sykes Chapel.

Die ist gewissermaßen um eine in ihren Ausmaßen imponierende, neue Orgel herumgebaut. Die zahlreichen Gäste des sonntagnachmittäglichen Konzertes wurde Zeugen, dass auch im Mutterland des Jazz ungewöhnliche Instrumentenkombinationen immer wieder für eine Bereicherung des Jazzspektrums sorgen. Pfeifenorgel und Saxophon – beides Windinstrumente – harmonieren sehr gut miteinander, so die einhellige Meinung des begeisterten Publikums.

Mit dem gleichen Programm, einem Mix aus Improvisationen, Ellington-Songs und impressionistischen Einsprengseln von Olivier Messiaen sorgten die Aachener auch in der US-Hauptstadt Washington für Aufmerksamkeit.

Nahe dem Weißen Haus, in der großen, dem Neobarock nachempfundenen National City Christian Church, waren die Besucher des Friday Lunch Konzertes ebenfalls sehr aufgeschlossen und geradezu enthusiastisch in ihren Reaktionen auf die Darbietungen von „Jato“.

Transatlantische Partnerschaft

Sehr zum Gelingen der Gastspielreise beigetragen hat das Partnerstadtkomitee Aachen-Arlington. Der Präsident des amerikanischen Komitees, Carl Lankowski, und seine Frau Pamela sind wahre Champions in Gastfreundschaft und wachem Interesse an Besuchern. Wie viele Amerikaner sind sie eloquente Erzähler der eigenen Historie, aber wie kaum jemand in diesem großen Land zudem Kenner und Beobachter der europäischen Politik und Kultur.

Im Hause Lankowski wurde dann auch die intensivste Begegnung im transatlantischen Beziehungsgeflecht möglich: Beim kleinen Hauskonzert für Nachbarn entpuppten sich diese nicht nur als warmherzige, offene Menschen, sondern darüber hinaus als echte Weltbürger mit Weitblick und Engagement.

Beispielhaft der 82-jährige „Lieblingsnachbar“ Milton, der nicht danach ruft, versorgt zu werden, sondern ganz selbstverständlich weiter sein „Business betreibt“. Allerdings mit Niederlassungen in China, und dazu hat er mit über 70 Jahren mal eben Mandarin gelernt! Von diesem Elan und der im Privaten typisch amerikanischen Offenheit könnte sich mancher gesetzte Europäer gut eine Scheibe abschneiden. Und Milton macht noch nicht einmal viel Wind darum.

„Jato“ hat sich viele Freunde in den USA gemacht. Gegenbesuche in Aachen sind bereits fest eingeplant.

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