Aachener Corpsstudenten sind Vorsitzende des Weinheimer Senioren-Convents

Von: Rolf Hohl
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Bundesweiter Vorsitz: Die Aachener Corpsstudenten haben im Krönungssaal die Übernahme gefeiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es ist einerseits eine Ehre, andererseits allerdings auch mit reichlich Arbeit verbunden: Die Aachener Corpsstudenten haben für ein Jahr den Vorsitz deutschlandweiten Korporationsverbandes Weinheimer Senioren-Convent (WSC) übernommen. Bei einem großen Zeremoniell im Krönungssaal des Rathauses fand die offizielle Übergabe der Verbandsleitung vom Corps Franconia Darmstadt an das Corps Delta Aachen statt.

Der Vorsitz des WSC bringt eine Menge repräsentativer Aufgaben und Arbeit mit sich. Unter anderem den Besuch von Corps an anderen Hochschulstandorten in ganz Deutschland und auch die Organisation des kommenden sogenannten Übergabekommerses, bei dem die Leitung im Turnus an den nächsten Standort weitergereicht wird.

Der WSC umfasst immerhin 59 aktive Corps in 23 deutschen Hochschulstädten und hat insgesamt rund 9600 Mitglieder. Mehr als 300 von ihnen waren am Samstag bei der Übergabe im Krönungssaal dabei.

Die Festrede, welche jeweils zwischen den Zeilen der an dem Abend gesungenen Liedern gehalten wird, sprach Hans-Wilhelm Gäb. Einst einer der besten Tischtennis-Spieler Deutschlands, wurde er später Pressechef und schließlich Aufsichtsratsvorsitzender bei Opel. Damit ist er einer von vielen bekannten Persönlichkeiten, die aus den Reihen der Studentencorps stammen. So etwa auch die Flugpioniere Hugo Junkers und Claude Dornier oder Automobil-Unternehmer Gottlieb Daimler.

Corps sind die älteste Form von Studentenverbindungen, die sowohl in Deutschland, Österreich, Ungarn, der Schweiz, Belgien und im Baltikum vorkommen.

Die Verbindungen sind offiziell politisch neutral, und Herkunft, Religion oder das Studienfach spielen bei der Aufnahme keine Rolle. Vielmehr soll das Ziel sein, freundschaftliche Netzwerke und die eigene Persönlichkeit im Studium und darüber hinaus zu erweitern.

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