Aachener beweisen Hand in Hand große Solidarität

Von: Esra Güner
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Glückliche Gesichter bei der Spendenübergabe: Markus Deutz-Jussen, Initiator der Aktion „Hand in Hand“, überreichte mit den Schirmherren die Geldschecks an die Vertreter vom Kinderschutzbund Aachen, Missio und Caritas. Foto: Herrmann

Aachen. Eine Summe, die sich sehen lassen kann: Markus Deutz-Jussen hat mit seiner Benefizaktion „Hand in Hand – Mit Euch für Andere“ über 8800 Euro gesammelt. „Gutes tun war noch nie so einfach“, ist er sich sicher.

Dass die Aachener Bürger diese Ansicht mit ihm teilen, freut ihn umso mehr. Gemeinsam mit den Schirmherren der Aktion, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Alemannia-Co-Trainer Reiner Plaßhenrich, überreichte er am Freitag Geldschecks an den Kinderschutzbund Aachen, an Missio und an die Caritas.

Mehr als 80.000 Euro

Bereits zum fünften Mal hatte Deutz-Jussen dazu aufgerufen, in der Vorweihnachtszeit sowohl Geld als auch Geschenke für bedürftige Menschen in Aachen zu spenden. „Eine Veranstaltung mit Vorbildcharakter“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp bei der feierlichen Scheckübergabe im Weißen Saal des Rathauses.

Sie verfolge kein strategisches Gesamtkonzept, sondern werde durch Bürger vorangetrieben, „also sprichwörtlich Hand in Hand“. Dass die Aktion funktioniert, beweist vor allem ihre Erfolgsgeschichte. 2008 verschenkte Deutz-Jussen privat mit Freunden 30 Geschenke an Kinder. In den vergangenen vier Jahren hat er mit seiner Veranstaltung mehr als 80.000 Euro eingenommen und bei der Tombola Preise im Wert von 40.000 Euro verlost.

Die ersten Empfänger haben ihre Geschenke bereits erhalten, darunter die Kinder des Kinderheims Maria im Tann, des Agnesheims in Stolberg, des evangelische Kinderheims in Brand sowie Patienten aus drei Kinderstationen im Klinikum, die die Weihnachtszeit im Krankenhaus verbringen mussten. Außerdem durften sich das Jugendheim Alsdorf, das Marienhospital und Luisenhospital über die Sachgeschenke freuen.

„Unsere Spenden beziehen sich aber nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf Projekte, die das ganze Jahr über laufen“, betonte Deutz-Jussen. Zwei Geldspenden, jeweils in Höhe von 2400 Euro erhielt die Caritas für ihre beiden Projekte Palliativ- und Familienpflege. Margret Albrecht ist für die Finanzspritze direkt zu Beginn des Jahres sehr dankbar. „Das Geld werden wir vor allem für die psychosoziale Pflege unserer Patienten verwenden.“ Eine Leistung, die in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen werde.

Auch der Kinderschutzbund Aachen und Missio Aachen haben ambitionierte lokale und internationale Projekte, die durch den Geldscheck unterstützt werden sollen. Der Kinderschutzbund will mit 2400 Euro den Abenteuerspielplatz weiter ausbauen; die Missio nutzt die 1600 Euro im Kampf gegen Kinderarbeit in Indien. Neben diesen Vereinen werden mit dem Geld auch zwei Familien unterstützt, die über Sozialarbeiter betreut werden.

Auf vielfältige Weise förderten Privatpersonen, Vereine und Unternehmen die diesjährige Spendenaktion. Neu in diesem Jahr: Ein Schülerwettbewerb, bei dem es darum ging, die meisten Lose für die Tombola zu verkaufen. Weitere Initiativen, wie das der Hobby-Kicker „LazioDom“, des Märkte und Aktionskreises City (MAC) und ein Geschenkebaum bei „Lust for Life, stockten dabei das Spendenkonto noch einmal auf.

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