Aachener Babys heißen meist Maximilian oder Sophie

Von: Robert Esser
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Erster Neuzugang: Yannik (50 Z
Erster Neuzugang: Yannik (50 Zentimeter, 2780 Gramm) erblickte am Neujahrsmorgen um 4.31 Uhr im Marienhospital als erstes Öcher Baby 2012 das Licht der Welt - worüber vor allem die Eltern Annika und Martin Pilsak überglücklich sind. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Endlich ist er wirklich der Größte: Maximilian. Kein Jungenname war 2011 bei Aachener Eltern beliebter. 35 der insgesamt 2658 Neugeborenen hören (hoffentlich bald) auf die lateinische Erweiterung des Maximinianus in der Kaiserstadt. Stadtpatron Karl hingegen liegt mit immerhin elf Nennungen auf Platz 30.

Auch das unterscheidet die Statistik des hiesigen Standesamtes von der deutschlandweiten Hochrechnung, wie dessen Leiter Lothar Linden am Dienstag auf AZ-Anfrage mitteilte.

Bundesweit lagen 2011 bei den Jungen Ben, Leon, Luc(k)as, Finn und Jonas vor dem sechstplatzierten Maximilian. In Aachen folgen auf dem zweiten Rang Aufsteiger Leon (32), dann David (26), Alexander (25) und Paul (21). Bei den Mädchen landen im Deutschland-Vergleich des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld (der etwa 25 Prozent aller deutschen Standesämter abfragte) Mia, Emma, Hanna, Anna und Lea vorne. In Aachen hingegen liegt Sophie (60) mit Abstand vor Marie (50). Drittbeliebtester Mädchenname ist erneut Maria (39) - vor Mia (27), Anna (25) und Johanna (24).

Gerade bei den Mädchennamen überrascht Linden die Reihenfolge nicht. 1438 Babys erhielten „nur” einen Vornamen, 1055 bekamen zwei, und immerhin 132 Neuzugängen wurden drei Vornamen geschenkt - wenige Dutzend Neugeborene bekamen noch mehr. „Das führt dazu, dass 2011 in Aachen insgesamt mehr als 4000 Vornamen registriert wurden, die alle in die Statistik eingehen”, erläutert der Leiter des Standesamtes. Wobei sich einige Varianten eben mehr als andere für Doppelnamen eignen.

Auffällig zudem: Der Migrationshintergrund vieler Aachener macht sich immer mehr in der Statistik der beliebtesten Vornamen für den Familienzuwachs bemerkbar. Bei den Buben findet man zum Beispiel auf Platz 38 die arabischen bzw. türkischen Vornamen Ali und Can mit je neun Einträgen.

Besonders erfreulich findet Linden, dass die Aachener Geburtskliniken offenbar immer mehr Zulauf bekommen. „Die Anzahl der im Jahr 2011 beurkundeten Geburten stieg auf 2658. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um etwa 2,3 Prozent”, rechnet er vor. Das sind fast 60 Babys mehr als 2010. Dem gegenüber steht 2011 die Zahl der beurkundeten Sterbefälle. „Sie belief sich auf 2926”, sagt Linden.

In Sachen Namenshäufigkeit müssen sich unterdessen auch Sophie und Maximilian keine Sorgen machen, später in der Schule neben vielen Namenvettern in der Klasse zu sitzen. Nur jedes 44. Kind erhielt 2011 in der Kaiserstadt den Namen Sophie, nur etwa jedes 75. Kind heißt hier seit vergangenem Jahr Maximilian.

Übrigens: Weder Chantal noch Kevin tauchen in den Top 100 der beliebtesten Namen für Neugeborene in Aachen auf. Und Yannik, Aachens Erstgeborener im Jahr 2012, wird die neue Statistik wohl nur kurz anführen. Auch sein Vorname ist selten. Doch nicht nur das dürfte seine Eltern maximal glücklich machen. Denn für Annika und Martin Pilsak ist der Kleine sowieso der Größte.
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