Aachen - Aachen wird „Mekka der Elektromobiltät“

Aachen wird „Mekka der Elektromobiltät“

Von: Berthold Strauch
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Jede Menge Elektromobilität: Zu den Testfahrzeugen für interessierte Gäste steuert auch der Aachener Energieversorger Stawag Exemplare bei – wie hier jüngst bei der Euregio-Wirtschaftsschau. Foto: Berthold Strauch

Aachen. Die Veranstalter greifen nicht unbescheiden nach Superlativen: „Aachen verwandelt sich in das ,Mekka‘ der elektromobilen Zukunft“, überschreiben sie den „Erlebnistag Mobilität“. Er geht am Mittwoch, 12. Juni, im Eurogress an der Monheimsallee über die Bühne.

Doch nicht nur in den Veranstaltungsräumen wartet ein breitgefächertes Programm auf die Gäste der dritten Auflage dieser Erlebniswelt, wozu auch ein Fachkongress gehört, der Elektromobil-Produktionstag. Interessierte haben die Möglichkeit, draußen auf einem „Erlebnisparcours“ jede Menge elektrisch angetriebener Fahrzeuge auf ihre Alltagstauglichkeit auszuprobieren.

Streetscooter nur anschauen

Der Streetscooter selbst, das in Aachen entwickelte Elektroauto, das demnächst bei Talbot Services GmbH in Serie produziert werden soll, steht in diesem Rahmen allerdings nur zum Bestaunen zur Verfügung: Aus Versicherungsgründen, so Professor Achim Kampker, Geschäftsführer der Streetscooter GmbH, könne er das Publikum nicht damit fahren lassen. Aber wenigstens wird demonstriert, wie die Produktion des Streetscooters aussehen wird. Dazu tragen auch die Hersteller einzelner Komponenten bei. Ebenso sind Autoproduzenten wie BMW und Ford im Eurogress präsent, wie auch die Energieagentur NRW.

Die Erlebniswelt Mobilität steht unter der Schirmherrschaft von FH-Professorin Christiane Vaeßen, die auch Honorarkonsulin der Niederlande ist, und Professor Malte Brettel, RWTH-Prorektor für Wirtschaft und Industrie. Kampker eröffnet die Erlebniswelt um 10 Uhr. Sie dauert bis 18 Uhr. Zur Begrüßung der Gäste gegen 10.15 Uhr wird neben Vaeßen und Brettel auch OB Marcel Philipp erwartet.

Gegen 11.10 Uhr wird das neue Kompetenzzentrum für Elektroräder am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) präsentiert, wo Kampker den Lehrstuhl für Produktionsmanagement leitet. Um 11.30 Uhr schließt sich eine Podiumsdiskussion mit Kampker, Professor Thomas Ritz von der FH Aachen, Simone Polis vom Studentenprojekt „Velocity“, das 1000 Pedelecs zum Ausleihen an 100 Stationen in ganz Aachen zur Verfügung stellen möchte, und anderen an.

Dr. Jörg Salomon von der Deutschen Post DHL, die mit der Streetscooter GmbH wegen des Baus von speziell zugeschnittenen Zustellerfahrzeugen und der Entwicklung von Pedelecs bereits gut im Geschäft ist, spricht um 12.10 Uhr über die „Elektromobilität im Logistikkonzept“ des Bonner Unternehmens. Professor Ritz greift um 13.30 Uhr das Thema „Bike in the cloud – der Drahtesel wird schlau“ auf.

Ab 14 Uhr spricht der frühere Bundesumweltminister und Uno-Direktor des Umweltprogramms Professor Klaus Töpfer (CDU). Der Umwelt-Publizist Dr. Franz Alt referiert um 15.30 Uhr.

Um 16 Uhr moderiert der stellvertretende Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Büttgens, eine Podiumsdiskussion zum Thema „ÖPNV in Aachen nach der Campusbahn“. Teilnehmer sind Uwe Müller (Stadt Aachen), Hans-Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbunds (AVV), Michael Carmincke, Vorstand der Aseag, und Professor Dirk Vallée vom RWTH-Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr.

Büttgens moderiert zudem um 16.30 Uhr eine Gesprächsrunde mit Dr. Franz Alt, Dr. Mark Steffen Walcher (Stawag), Ben Niehr (Inda-Gymnasium Kornelimünster), Simone Polis und Roland Jahn (Cambio Carsharing).

Neue App von Inda-Schülern

Schüler des Inda-Gymnasiums stellen um 17 Uhr ihr Projekt „WeDrive“ vor – eine Smartphone-App, mit der Anwender rasch eine Mitfahrgelegenheit und weitere Transportmöglichkeiten finden. Zudem wird der Gewinner des Videowettbewerbs zum Thema „Nachhaltigkeit und Elektromobilität“ bekanntgegeben.

Ein interessantes, interaktives Ausstellungskonzept rundet das Angebot ab. Dazu gehört ebenfalls die Präsentation eines Nachbaus des ersten Elektroautos, das 1888 gebaut wurde – die Elektromobilität wird also immerhin schon 125 Jahre alt.

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