Aachen - Aachen wird erneut als „Fair Trade Stadt“ ausgezeichnet

Aachen wird erneut als „Fair Trade Stadt“ ausgezeichnet

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Vordergründig handelt es sich nur um eine Urkunde. Aachen hat erneut das Siegel „Fair Trade Stadt“ verliehen bekommen, diesmal für zwei Jahre.

Die feierliche Übergabe wird am Samstag, 16. September, gegen 14 Uhr in der Citykirche vollzogen, und die Veranstalter haben rund um diesen Akt einen unterhaltsamen Rahmen geschnitzt, in welchem eine ganze Reihe von Aktionen zum Thema Fairhandel(n) ausgestellt wird. „Es geht darum, den Menschen unser Anliegen vorzustellen, es einer immer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren und die Menschen für den fairen Umgang mit der Welt und den Menschen auf ihr zu sensibilisieren“, umriss Dr. Mona Pursey vom Bündnis „FAIRhandel(n) in Aachen“ die Idee.

Ihr ist es wichtig, einen kleinen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, wenn es um Nachhaltigkeit und faires Miteinander geht. Im besten Fall schaffe man es, die Menschen zum Nachdenken über das eigene Verhalten zu ermuntern, so Pursey. Was bedeutet es, ein T-Shirt für wenige Euro zu kaufen, was hängt alles an der Produktionskette, wie geht es den Menschen, die unterdrückt werden, um billigste Mode für den europäischen Markt zu produzieren?

Um das begehrte Fair Trade Siegel für eine Stadt zu ergattern, sind verschiedene Punkte zu erfüllen, beispielsweise müssen in der Verwaltung fair gehandelte Sachen verwendet werden, die Geschäftswelt muss mitspielen, ebenso wie die Politik. Und die Verantwortungsträger müssen für eine Öffentlichkeit sorgen, den Menschen Zugang zu Informationen zum fairen Handel ermöglichen.

Deshalb gibt es am 16. September zwischen 12 und 17 Uhr neben der Urkundenverleihung eine Modenschau mit fair und ökologisch produzierter Mode, vorgestellt von Einzelhändlern aus der Region. Natürlich sind die angebotenen Speisen und Getränke ebenso nachhaltig produziert wie die Mode. Die musikalische Begleitung liefert die Gruppe Let’s Klez.

Doch damit nicht genug, am 20. September ist um 18 Uhr der Buchautor Frank Herrmann im Haus der evangelischen Kirche in der Frère-Roger-Straße 8-10 zu Gast und nimmt sich des Themas Fairreisen an. Ist ökologisch bewusstes und klimagerechtes Reisen zeitgemäß? Anhand von Beispielen wird Herrmann aufzeigen, warum man umdenken muss und wie alle von einem sozial verantwortlichen und umweltfreundlichen Tourismus profitieren können.

Am 26. September schließlich kommt um 20.15 Uhr im Apollokino in der Pontstraße „The True Cost“ zur Aufführung, ein Film, der die schillernde Welt der Bekleidungsindustrie hinterfragt. Modenschauen mit Starmodels auf der einen und sklavenähnliche Bedingungen vielerorts bei der Produktion der Waren andererseits stehen im krassen Gegensatz zueinander. „Der Preis der Mode“ zeichnet den Weg der Kleidung nach, den sie zurückgelegt hat, bevor sie in die Geschäfte gelangt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert