Aachen will die Gartenschau 2017

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Aachen. Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am Mittwoch mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen beschlossen, dass sich die Stadt Aachen gemeinsam mit der Städteregion Aachen und anderen regionalen Partnern für die Ausrichtung der Internationalen Gartenbau Ausstellung (IGA) 2017 bewirbt.

Die FDP enthielt sich der Stimme, Die Linken votierten dagegen. Thematisch will sich die Region mit der IGA 2017 der Frage des „Wandels oder wie wir morgen leben” stellen und die damit verbundenen Auswirkungen auf Stadt- und Landschaftsentwicklung aufzeigen.

Das Bewerbungskonzept basiert auf einer zentralen Ausstellung in Aachen und auf „dezentralen Projektfenstern” in der Region. Das zentrale Ausstellungsgelände in Aachen soll eine ca. 118 ha große Fläche sein, die unmittelbar an das Erweiterungsgebiet RWTH Campus Melaten und Westbahnhof angrenzt und „als Stadtentwicklung im Nord-Westen” angedacht ist. Zu ihr gehören historische Parkanlagen wie der Lousberg und der Müschpark, Konversionsflächen wie der Westbahnhof und die Süsterfeldstraße sowie Kulturlandschaft wie die Raher Parklandschaft.

Projektideen aus der Region bauen zum Teil auf der EuRegionale 2008 (Indeland, Vogelsang, Energeticon)auf, andere sollen in einem Qualifizierungsprozess mit der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer AGIT weiterentwickelt werden. Wichtige Anwendungsbereiche sind dabei die Nutzung von Grubenwasser als Wärmekraftzentrale, die industrielle Produktion von Biomasse auf Konversions- und Altindustrieflächen und die Anwendung kleiner Windkraftanlagen in urbanen Räumen.

Für den Zeitraum 2010 bis 2018 wird mit Kosten in Höhe von insgesamt ca. 200 Mio. Euro gerechnet. Davon entfallen 56 Mio. Euro auf die Stadt Aachen. Stadt und Region müssten 50 bis 60 Mio. Euro als Eigenleistung aufbringen. Das mögliche Defizit könne bei ca. 20 bis 25 Mio. Euro liegen.

Der Wert der IGA wird auf 350 Mio. Euro geschätzt. Er ergibt sich aus öffentlichen und privaten Investitionen, Mehreinnahmen von Besuchern, aus Kongressaktivitäten, Arbeitsmarkteffekten und Standortmarketing.


Die Bewerbung muss bis zum 13. März eingereicht werden. Die Entscheidung darüber, wer den Zuschlag erhält, trifft die Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft im November dieses Jahres.
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