Aachen: Vorträge und Führungen am Todestag Karls des Großen

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Alles über Karl den Großen ist ab 2014 in einer Ausstellung zu sehen. Das Bild zeigt eine restaurierte Büste des Kaisers, die in der Domschatzkammer ausgestellt ist.

Aachen. Karl der Große starb am 28. Januar 814 in Aachen. 1200 Jahre später organisiert die Stadt Aachen anlässlich seines Todestages am 28. Januar eine Reihe von Vorträgen und Führungen, die sich aus verschiedenen Richtungen der Person und dem Leben des legendären Frankenkaisers annähern und so seiner Bedeutung für die Geschichtswissenschaft aber auch der Stadt Aachen nachgehen.

Im Ratssitzungssaal des Aachener Rathauses referiert Dr. Werner Tschacher um 17 Uhr über das Thema „Karl der Große und Aachen im Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen“. Sein Referat stellt die sich wandelnde Bedeutung Karls des Großen für Aachen anhand eines sinnbildlichen Rundgangs durch das neue Museum vor. Um 18 Uhr entwickelt Clemens Bayer in seinem Vortrag „Das Grab Karls des Großen“ in der Auseinandersetzung mit entsprechenden Textquellen und unter Berücksichtigung neuerer archäologischer Feststellungen eine Perspektive zur Beantwortung der Frage nach dem genauen Ort der Bestattung Karls des Großen. Um 19 Uhr widmet sich Professor Dr. Max Kerner der Frage, was uns der Frankenkönig Karl der Große 1200 Jahre nach seinem Tod noch zu sagen hat. Unter dem Titel „Karls Erbe – Spurensuche in Geschichte und Gegenwart“ versucht er eine historisch fundierte Antwort zu finden.

Im Haus Löwenstein am Markt 39 beleuchtet Stadtarchäologe Andreas Schaub um 17 Uhr in seinem Vortrag „Aachen in karolingischer Zeit im Lichte neuerer Ausgrabungen“ das Bild Aachens im frühen Mittelalter. Monika Krücken, Leiterin der Aachener Denkmalpflege, stellt um 18 Uhr in ihrem Vortrag „Die Pfalz Aachen heute – Der Schutz des Welterbes“ diejenigen Maßnahmen vor, die den Dom, die Pfalzanlage und ihre Umgebung als Welterbestätte der Unesco bestehen lassen. Um 19 Uhr lautet das Thema „Aachen in der Karolingerzeit – Neue Erkenntnisse aus der Sicht des Historikers“. Professor Dr. Harald Müller gibt damit einen Einblick in die Werkstatt eines Historikers. Denn nicht nur die Archäologie, auch die Gesichtswissenschaft trägt durch die Auseinandersetzung und Neubewertung der Schriftquellen dazu bei, die Aachener Pfalz und das Wirken Karls des Großen neu zu bewerten.

Um 17 und um 17.30 Uhr führen Dr. Judith Ley und Marc Wietheger jeweils 15 Personen durch den Granusturm, den am besten erhaltenen Profanbau der Karolingerzeit. Der Granusturm ist seit einiger Zeit Gegenstand neuerer Forschungen, deren Ergebnisse hier vorgestellt werden. Treffpunkt ist der Eingang zum städtischen Standesamt am Hühnermarkt.

Um 18 und um 18.30 Uhr bietet Tanja Kohlberger-Schaub für ebenfalls jeweils 15 Personen eine Exkursion zu den Grabungen am Marienturm an. Zu sehen sind dabei neben dem karolingischen Mauerwerk eines bisher unbekannten Sockelgeschosses auch Reste spätmittelalterlicher Keller. Treffpunkt dieser Exkursion ist der Eingang zu den Ausgrabungen am Marienturm am Marktplatz.

Um 18 Uhr Professor können 25 Personen Dr. Frank Pohle auf einer Spurensuche zum Thema „Die Pfalz im Stadtraum“ folgen. Dom und Rathaus als beeindruckende und bis heute das Stadtbild prägende Bauten sind weithin bekannt. Wo aber ist der Rest der Pfalzanlage Karls des Großen zu finden? Wo lag die Pfalzsiedlung? Die Teilnehmer der Führung werden die Antworten rund um Dom und Rathaus finden. Treffpunkt dieser Führung ist der Geldbrunnen an der Ecke Ursulinerstraße/Hartmannstraße.

Um 12.30 Uhr führt Stefanie Weitenberg und um 16.30 Uhr Gertrude Helm eine Gruppe von maximal 20 Personen zum Thema „Projekt Pfalzumfeldverbesserung“ durch die Stadt. Die letzten Bauarbeiten zur Freiraumgestaltung zwischen Dom und Rathaus laufen zurzeit in der Johannes-Paul-II.-Straße. Begonnen hatten sie 2009 im Rahmen des Konjunkturprogramms „Nationale Weltkulturerbestätten“ des Bundes mit ersten Maßnahmen am Katschhof. Die Führung beschäftigt sich mit Fragen rund um Planung und Bau: Welche historischen Hintergründe flossen in die Gestaltung ein? Welche Besonderheiten waren bei den Bauarbeiten zu beachten? Wie wird die Geschichte ablesbarer und das Besondere des Ortes erkennbarer?

Die Teilnahme an allen Vorträgen und Führungen ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings unbedingt erforderlich. Die Anmeldung ist ab sofort beim Servicecenter Call Aachen montags bis freitags von 7 Uhr bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0241- 432 0 möglich.

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