Aachen-Vampires bilden beim ATG-Winterlauf lebende Startlinie

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
6632701.jpg
Auch am 15. Dezember Seite an Seite: Die „Aachen-Vampires“ helfen auch den Athletinnender ATG beim 51. Winterlauf. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ihr Erscheinungsbild ist cool. Harte Kerle durch und durch. Auch die weiblichen Vertreterinnen stehen hier sprichwörtlich ihren Mann. In dicken Schonern und mit Helm und Gesichtsschutz signalisieren sie vor allem eins: Das Feld ist ihr Revier, und nichts kann sich ihnen in den Weg stellen.

Aber ganz so hart wie ihr Äußeres es suggeriert, sind die Football-Spieler der „Aachen-Vampires“ nicht. Genauso wie ihre Sportart bei weitem nicht den vorherrschenden Klischees entspricht. Denn von einem harten und brutalen Spiel sind sie weit entfernt, wie Roman Sellung, Team-Kapitän der Football-Mannschaft erzählt: „Statistisch gesehen ist die Verletzungsgefahr beim Fußball höher, als beim Football, denn Football ist sehr reglementiert und ein sehr taktisches Spiel.“

30 Spieler im Vichtbachtal

Für die Regel oder passender Linieneinhaltung sorgt die Mannschaft auch beim 51. ATG-Winterlauf. Gut 30 Footballspieler bilden am Vichtbachtal eine lebende Startlinie und sorgen dafür, dass sich kein Läufer nach vorne drängelt. Fällt der Startschuss, laufen die Vampires vorne weg und ebnen den Weg für die Läufer. Es ist bereits das dritte Mal, dass diese lebende Startlinie den ATG-Lauf begleitet. Gerrit Ervig, Vorsitzender der Aachen Vampires, ist über die Kooperation mit dem Traditionsverein sehr froh: „Vor drei Jahren entstand die Zusammenarbeit.

Hilfe ist ein Dankeschön

Damals ist der ATG auf uns zugekommen, was uns natürlich sehr gefreut hat. Von Anfang an ging es um den Winterlauf. Für unsere Footballmannschaft ist dieses Event immer sehr schön.“ Zudem möchte Ervig durch die Unterstützung beim Lauf auch Danke sagen. Denn der ATG gebe seinem Verein die Möglichkeit, auf dem eigenen Sportplatz zu trainieren, was eine enorme Entlastung sei, so Ervig.

Die Aachen-Vampires zählen mit ihren gut 250 Mitgliedern zwar keineswegs zu den kleinen Vereinen, aber sie haben trainingstechnisch gesehen große Probleme: keine Halle und keine geeigneten Sportplätze. Das führt zuweilen sogar dazu, dass kein Footballtraining stattfinden kann, da weder Kunstrasenplätze noch große Hallen verfügbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem ATG kann aber ab und an Abhilfe geschaffen werden. Zusätzlich erwartet die Ziel-Einläufer eine Begrüßung der Cheerleader-Gruppe der Vampires.

„Das Besondere ist, dass der ATG und wir ähnliche Ansichten haben“, erklärt Ervig die auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnliche Arbeitsgemeinschaft. „Wir ergänzen uns. Der ATG ist bekannt, wir sind relativ neu, haben uns erst 2005 nach einigem Hin und Her gegründet. Dafür haben wir Trendsportarten. Gemeinsam können wir neue Wege gehen und voneinander lernen. Es ist für beide Vereine eine win-win-Situation.“ Am 15. Dezember treffen sie wieder aufeinander: Die „harten“ Footballer und ausdauernden Läufer und zeigen, dass man trotz so mancher Unterschiedlichkeiten gemeinsam neue Wege beschreiten kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert