Aachen - Aachen und Naumburg: Städtepartnerschaft der Herzen

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Aachen und Naumburg: Städtepartnerschaft der Herzen

Von: Nina Krüsmann
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Ein Symbol der Freundschaft: Der Platz vor dem Naumburger Hauptbahnhof wurde im Rahmen des Besuches der Aachener Delegation um Oberbürgermeister Marcel Philipp zum 25. Geburtstag der Städtepartnerschaft nun offiziell zum Aachener Platz. Foto: Stadt Naumburg
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Herzlicher Empfang: Die Teilnehmer des Städtepartnerschaftslaufs erreichen unter großen Jubel Naumburg. Foto: Stadt Naumburg

Aachen. „Es ist eine Städtepartnerschaft der Herzen, für die wir in diesen schönen Tagen viel neue Kraft und Kreativität gewonnen haben“, freute sich Rolf Igel. Der Vorsitzende des Bürgerkomitees Aachen-Naumburg besuchte mit einer Aachener Delegation die Stadt an der Saale, wo Weinfest, Töpfermarkt und Drehorgelfest für Unterhaltung sorgten. „Naumburg hat für uns ein Wochenende organisiert, das so großartig war, dass keiner von uns diese schönen Tage vergessen wird“, sagte Igel weiter.

Im Mittelpunkt stand der Festakt zur 25-jährigen Bestehen der deutsch-deutschen Städtepartnerschaft. Oberbürgermeister Marcel Philipp, Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Vertreter der Aachener Vereine und der Kirche, darunter Pfarrer Franz Josef Radler von Franziska von Aachen, waren dabei.

Ein Lauf hatte beide Städte zu Beginn des Festwochenendes symbolisch miteinander verbunden. Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küper begrüßte die 13 Teilnehmer des Städtepartnerschaftslaufes unter dem Motto „Wir halten die Partnerschaft am Laufen“. „Die ganze Stadt war auf den Beinen“, erzählte die zweite Vorsitzende des Komitees Elke Crumbach über die Atmosphäre.

Nach der offiziellen Begrüßung war wie an jedem Tag viel Zeit zur Pflege alter und neuer Kontakte. Musik, Tanz und ein kleines Grillfest sorgten für Kurzweil, die Aachener verliehen goldene Kaiser-Karl-Orden. „Wir haben viele neue Freundschaften geschlossen und freuen uns schon auf das nächste Treffen in Naumburg“, sagten Edgar Jansen und Karola Chamberlain-Jansen.

Sie waren das zweite Mal in der Partnerstadt: Bereits im Juni hatte sich eine Gruppe zur Begegnungsfahrt des Bürgerkomitees nach Naumburg aufgemacht. Das „Hussiten-Kirschfest“, eines der größten Volksfeste in Mitteldeutschland, ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt und jährlicher Anziehungspunkt für Öcher.

Seit 25 Jahren besteht der Austausch zwischen den beiden Dom-Städten. Es entwickelte sich eine rege Städtepartnerschaft, die von einem herzlichen Miteinander geprägt ist. Kontakte bestehen zwischen den Gemeinden Hl. Kreuz in Aachen und St. Peter und Paul in Naumburg, im Bereich von Wissenschaft und Wirtschaft sowie unter anderem mit den Schülern des Domgymnasiums Naumburg und mit den örtlichen Kanuten: Letztere bildeten bei der Flussfahrt auf der Saale für die zwei Schiffe mit den Aachener Gästen ein richtiges Spalier.

Mehr als 300 geladene Gäste waren zur Feier aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft in den Dom gekommen, allen voran die Stadtoberhäupter Marcel Philipp und Bernward Küper, Ministerpräsident Reiner Haseloff, der amtierende Dechant Curt Becker sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete.

Haseloff sprach von einem „Termin, der den Tag krönt“. Die Partnerschaft werde getragen von Begeisterung in beiden Städten, die wegen ihres großen historischen Erbes hervorragend zusammenpassten. Naumburgs OB Küper betonte, die Partnerschaft sei keine der Rathäuser, sondern der Menschen, die sie über die Jahre pflegten durch persönliche Kontakte und Begegnungen.

„Dadurch erfährt die Verbindung eine besondere Tiefe. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Küper. „Die Erinnerung daran, dass es einmal anders war, verhindert, das zu vergessen“, sagte Philipp mit Blick auf die Deutsche Einheit. Stimmungsvoll war die anschließende Feier im Domgarten.

Glühwein und Printen

„Das Jubiläum war so großartig, wie ich es nie erwartet hätte“, lobte Rosemarie Henseleit, ebenso wie Anneliese Bimmermann: „Die Herzlichkeit der Naumburger und Aachener ist in den Jahren sehr gewachsen. Besonders schön zum Jubiläum war die Benennung des Platzes vor dem Hauptbahnhof in den Aachener Platz.“

Tatsächlich hat der bislang namenlose Platz nun ein schmuckes neues Straßenschild erhalten, das die beiden Oberbürgermeister gemeinsam feierlich enthüllten. Und nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Hotel Kaiserhof, in dem die Aachener seit vielen Jahren während ihrer Naumburg-Besuche absteigen.

Die Aachener Delegation knüpfte Kontakte zwischen Jugendeinrichtungen in Naumburg und Richterich, eine Glühwein-Benefizaktion mit Öcher Printen soll in Naumburg Spenden für die Aachener Lebenshilfe einbringen. Spätestens beim Karlsfest wollen sich die offiziellen Vertreter beider Städte Ende Januar in Aachen wieder treffen.

Bis dahin lädt das Städtepartnerschaftsfest im Aachener Rathaus am Sonntag, 8. September, dazu ein, das Bürgerkomitee kennenzulernen. Gegen 14 Uhr wollen die Vorstandsmitglieder mit Fotos und Filmen die Öcher an ihren schönen Erlebnissen teilhaben lassen.

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