Aachen Ost: 77 neue Wohneinheiten für alle Generationen

Von: Katrin Fuhrmann
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Soll zum Jahresende fertiggestellt werden: das generationsübergreifende Wohnprojekt der „Gewoge“ an der Stolberger Straße. Neben 77 Wohneinheiten wird es auch drei Ladenlokale und eine Begegnungsstätte für Bewohner und Nachbarn geben. Foto: Michael Jaspers
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Steht kurz vor der Fertigstellung: Das Depot an der Talstraße. Am 30. September können die Mieter ihre Bereiche einrichten.

Aachen. Die Bauarbeiten des generationsübergreifenden Wohnprojekts der „Gewoge AG“ an der Stolberger Straße laufen weiter auf Hochtouren. Rund 50 Mitarbeiter rotieren zurzeit täglich auf dem 6700 Quadratmeter großen Areal um die Wette.

Zum Jahresende soll der Neubau mit 77 Wohneinheiten im Aachener Osten fertiggestellt werden. „Aachen ist, was den sozialen Wohnungsbau betrifft, ein Vorreiter, der vorbildliche Arbeit leistet“, sagte NRW-Bauminister Michael Groschek am Montagnachmittag bei seinem Besuch in Aachen.

Die verschiedene Wohnangebote für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Nutzergruppen sollen räumlich zusammengeführt werden. Mit Hinblick auf den demografischen Wandel sollen so verschiedene Altersgruppen zusammenfinden.

Das Ziel familienfreundliches Wohnen und demografischen Wandel zu vereinen, um den Bewohnern möglichst ein sicheres Wohnen im Viertel zu ermöglichen, ist dabei der Leitgedanke. „Dieses Projekt hat großes Potenzial, da es nachhaltig ist. Ich gehe davon aus, dass wir hier nie einen Leerstand haben werden, weil die Nachfrage sehr groß ist“, sagte Ulrich Warner, Vorstandsvorsitzender der Gewoge.

400 Bewerbungen

Bereits 400 Bewerbungen liegen bei der Gewoge auf dem Tisch. In den kommenden Wochen soll die Entscheidung darüber fallen, welche Interessenten die Wohnungen beziehen dürfen. Die unterschiedlich großen Wohneinheiten mit zwei bis fünf Zimmern eignen sich für Alleinstehende ebenso wie für Großfamilien. Anfang Januar – so die Planung – sollen die ersten Mieter einziehen.

Von den 77 Wohnungen sind 44 öffentlich gefördert. Voraussetzung der Sonderförderung ist eine besonders hohe städtebauliche Qualität, die an der Stolberger Straße etwa durch durchgängige Barrierefreiheit, Liegendtransportaufzüge, Fußbodenheizung und großzügige Badezimmer gewährleistet wird. Neben einer Begegnungsstätte für Bewohner und Nachbarschaft und drei Ladenlokalen gibt es in dem neuen Wohnkomplex auch fünf Apartments, die rollstuhlgerecht sind.

Ort der Zusammenkunft

Bei seinem Besuch in Aachen machte der Minister auch Halt im Depot an der Talstraße, das kurz vor der Fertigstellung steht. „Hier wird mit Geld Zukunft gestaltet“, fand der Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen deutliche Worte und ergänzte: „Wir dürfen uns nicht scheuen, für gute Ideen Geld auszugeben“. Groschek verteidigte auch die Mehrkosten, die entstanden sind. Sie seien gut investiert. „Hier wird kein Euro und kein Cent an Steuergeldern verschwendet“. Rund zwölf Millionen Euro hat der Umbau des neuen Stadtteil- und Kulturzentrums in Aachen-Nord gekostet. 80 Prozent davon sind Fördermittel des Landes.

Aus dem ehemaligen sozialen Brennpunkt – einem Ort, an dem Alkohol- und Drogen konsumiert wurden – soll in Zukunft ein Ort der Zusammenkunft werden. Für alle Generationen. Geplant sind neben Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen auch Ferienspiele, Sport und Fitness. „In zwei Jahren werden wir begeistert sein, was hier alles stattfindet“, so Bürgermeisterin Hilde Scheidt.

Stadtteilbüro und Atelierhaus

Zu den neuen Mietern zählt der Kinderschutzbund, die Jugendberufshilfe, das Stadteilbüro, die Offene Tür Talstraße, das euregionale Medienhaus, der Mieterschutzverein, das Atelierhaus, das Familienbildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes und viele mehr.

„Das Haus ist zu fast 90 Prozent ausgelastet. Unser Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 100 Prozent zu schaffen“, sagte Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs für Wirtschaftsförderung.

Am 30. September können die neuen Mieter ihre Bereiche einrichten. „Dann wird hier wieder Leben stattfinden“, so Begaß.

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