„Aachen Olé”: So eine Sause hat Aachen noch nie gesehen

Von: Robert Esser
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Alle Hindernisse vor der Bühn
Alle Hindernisse vor der Bühne aus dem Weg geräumt: Auf dem Reitturniergelände in der Soers erwartet der Veranstalter Pro-Event aus Much am Samstag bis zu 27.500 Schlagerfans zum Konzertmarathon „Aachen Olé”. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Von wegen eimerweise. 500 Badewannen (!) könnte man mit den 75.000 Litern Bier füllen, die während dieses Konzerts an den Mann (und natürlich die Frau) gebracht werden sollen. Am morgigen Samstag geht in Aachen das größte Musikfestival seit 42 Jahren über die Bühne.

Direkt neben dem Reitstadion des Aachen-Laurensberger Rennvereins, in dem 1970 Pink Floyd und Deep Purple rund 30.000 Fans begeisterten, erwartet der langjährige Manager von Michael Wendler, Pro-Event-Geschäftsführer Markus Krampe, bis zu 27.500 Schlagerfreunde.„Wir haben jetzt fast 25.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Das ist wirklich der Wahnsinn!”, strahlt Krampe in der Soers.

Die Rundbogenbühne - inklusive Videowänden 28 Meter breit und 14 Meter hoch - ist nicht ganz so groß wie die des Sinfonieorchesters bei den „Kurpark Classix”. Doch hier lauschen nicht 3000 Zuschauer in aller Stille klassischen Melodien. Zehn Mal so viele Partyhungrige feiern unter dem Motto „Aachen Olé”.

Der Titel ist Programm. Was in Mallorcas Diskotheken zum Hit taugt, taucht jetzt in Aachen auf. Ein deftiger Mix von Ballermann bis Karneval: Mit dabei sind unter anderem Anna-Maria Zimmermann, Tim Toupet, Brings, Olaf Henning, Matthias Reim, Cascada, Michael Wendler und die Hermes House Band.

Einlass ab 11, Livemusik ab 13 Uhr; um 23 Uhr endet der Konzert-Marathon - so lautet die Vorgabe der Stadt. Lärmschutzgutachten, Sicherheits-, Brandschutz- und Verkehrskonzepte wurden abgesegnet.

Da das Gelände eigentlich als Sportstätte firmiert, musste die städtische Bauaufsicht zudem einer Nutzungsänderung zur Versammlungsstätte zustimmen. Krampe hält nun einen dicken Aktenordner mit allen Genehmigungen in Händen. „Ganz ehrlich: Wir haben die Mega-Konzerte diesen Sommer schon in fünf Städten mit fast 150.000 Fans veranstaltet”, sagt Krampe. „Aber nur in Aachen mussten wir so viele Genehmigungen einholen - das gibt es sonst nirgendwo.”

Einzigartig ist auch der ALRV-Rasen, auf dem sich Samstag zehntausende Menschen tummeln. „Der ist ja für den Reitsport ausgelegt und deswegen unheimlich stabil”, freut sich Krampe. „Ich erwarte schönes Wetter, ausgelassene Stimmung und keinerlei Probleme”, bekräftigt er.

Die Bühne steht mit dem Rücken zum Soerser Weg, der Einlass auf das rund 41.000 Quadratmeter große Konzertgelände, das Pro-Event vom ALRV angemietet hat, erfolgt ausschließlich über Krefelder Straße und Albert-Servais-Allee - ähnlich wie beim CHIO.

Als größtes Hindernis für Schlagerfans, die mit eigenen Pferdestärken anreisen, dürfte sich das Verkehrsaufkommen herausstellen. Staus sind programmiert. Da jedes Konzertticket auch als Fahrkarte für die Aseag gilt, hofft man auf möglichst viele Busnutzer. Wie bei Heimspielen der Alemannia sperren Verkehrskadetten ab Samstagvormittag anliegende Wohngebiete ab.

Rund 1000 Mitarbeiter sind laut Pro-Event im Einsatz - von der Thekenkraft über Sicherheitskräfte bis zu Bühnentechnikern und Künstlern. „So eine Party hat Aachen noch nicht gesehen”, verspricht Krampe. Er macht jetzt schon Pläne für 2013. Jürgen Drews und DJ Ötzi haben für „Aachen Olé II” schon zugesagt. Genauso wie der Bierlieferant.

Tickets für „Aachen Olé” gibt es zum Beispiel im Media Store des Zeitungsverlages Aachen in der Großkölnstraße 56 und am Samstag ab 11 Uhr an der Kasse in der Soers.

Neben dem zehnstündigen Musikmarathon von 13 bis 23 Uhr gibt es 75.000 Liter Bier, Imbissbuden, über 1000 Toiletten und genauso viele Mitarbeiter des Veranstalters Pro-Event, damit sich Gäste und Schlager-Stars wie Michael Wendler (l.) und Matthias Reim (r.) wohlfühlen.
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