Aachen-Naumburg: Freundschaft wird seit 25 Jahren gelebt

Von: Nina Krüsmann
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Spende an den Tierpark Bad Kösen in Naumburg: die zweite Vorsitzende des Komitees, Elke Crumbach (links), übergab den Scheck an Peter Fritzsche. Foto: Andreas Schmitter

Aachen/Naumburg. Es gilt als das „Burgund des Ostens“, das schöne Naumburg an der Saale. Das „Hussiten-Kirschfest“, eines der größten Volksfeste in Mitteldeutschland, ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Die Gastfreundschaft der Menschen konnten jetzt 60 Aachener bei einer Begegnungsfahrt des Bürgerkomitees Aachen-Naumburg erleben.

Seit 25 Jahren besteht der Austausch zwischen den beiden Dom-Städten. Rund 35.000 Einwohner zählt das thüringische Naumburg. Es entwickelte sich eine rege Städtepartnerschaft, gepflegt wird die Beziehung vom Bürgerkomitee Aachen-Naumburg unter Vorsitz von Rolf Igel und seiner Frau Brigitte.

Ein freudiges Wiedersehen gab es diesmal bei der Ankunft mit den Schülern des Domgymnasiums Naumburg: Anlässlich des Jugendkarlspreises hatten die Jugendlichen drei Tage in Aachen verbracht. „Da ich nach der Wende geboren bin, ist es für mich spannend, über die Entwicklungen zwischen Ost und West zu diskutieren“, betont der 16-jährige Jonathan Frohn.

Der Zehntklässler brachte sich in Aachen in die Gespräche rund um die europäische Idee ein. Und im Gegenzug nahmen die Öcher am bunten Treiben beim Kirchfest teil. Höhepunkt war der große Umzug durch die Innenstadt, bei dem an die Stadtgeschichte erinnert wurde. Die Aachener gingen als Fußgruppe „Kaiser Karl und sein Gefolge“ mit. Auf seinen großen Auftritt als „Karl der Große“ hatte der Horbacher Theo Brauers schon lange hingefiebert: Er stieg vom Knappen zum Kaiser auf, übte fleißig das huldvolle Winken und den kaiserlichen Gang. Öcher wie Naumburger waren begeistert. „Das Kirchfest ist einfach ein Pflichttermin“, sagt das Ehepaar Carola Chamberlain-Jansen und Edgar Jansen. Beide fuhren schon viele Male mit nach Naumburg zum Kirchfest und nahmen diesmal in historischen Gewändern am Umzug teil, verteilten gemeinsam mit den anderen insgesamt 500 Beutel Printengebäck.

Eine Spende gab es für den von der Hochwasserkatastrophe stark gebeutelten Tierpark in Bad Kösen. Vor zwei Jahren wurde der Ort nach Naumburg eingemeindet. „Das Tierpark-Team kann momentan jede Hilfe gebrauchen und so haben wir gerne entschieden, 2000 Euro zu spenden“, erzählte die 2. Vorsitzende des Komitees, Elke Crumbach. Sie überreichte den Scheck mit Claudia Wellen. Die Protokollchefin reiste im Auftrag der Stadt Aachen mit.

Im Besichtigungsprogramm war der prachtvolle Naumburger Dom mit seinen Stifterfiguren natürlich Pflicht. Aber auch das Hotel Stadt Aachen mit dem Wirtshaus Carolus Magnus am Naumburger Markt sollte jeder Öcher einmal von innen gesehen haben.

Etwas ganz Besonderes hat sich Christoph Franzke zum Jubiläum ausgedacht: Als Mitglied des Läufervereins Landesgruppe Rudelsburg in Bad Kösen/Naumburg will er mit elf Mitstreitern die 540 Kilometer lange Strecke von Aachen nach Naumburg zurücklegen. „Innerhalb von 48 Stunden wollen wir die Strecke zu Fuß bewältigen, um zu zeigen, wie nah die beiden Städte doch eigentlich liegen“, betonte Franzke , der Marathonläufer und Vorsitzender seines Läufervereins ist. Los geht es am 21. August in Aachen. Innerhalb von nur zwei Tagen wollen die zwölf Läufer dann über Düren, Bonn, Marburg, Eisenach und Erfurt in Naumburg ankommen, um das Weinfest gemeinsam mit den angereisten Gästen aus Aachen zu eröffnen.

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