Aachen - Aachen mal anders: Milchautomat, Zyklopensteine, Kaffeekännchen

Aachen mal anders: Milchautomat, Zyklopensteine, Kaffeekännchen

Von: Valerie Barsig
Letzte Aktualisierung:
Am Ende einer spannenden Schni
Am Ende einer spannenden Schnitzeljagd steht ein Buch: Fotograf Eckhard Heck und Autor Alexander Barth haben „111 Orte in Aachen und der Euregio, die man gesehen haben muss” verfasst. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sich selbst bezeichnet er als „Lokalpatrioten”, aber noch viel mehr ist er ein Geschichtenerzähler: Gemeinsam mit Fotograf Eckhard Heck hat sich Journalist und Autor Alexander Barth auf die Suche gemacht; eben nach den Geschichten, die der Aachener noch nicht oder nicht unbedingt kennt.

Herausgekommen dabei ist das Buch „111 Orte in Aachen und der Euregio, die man gesehen haben muss”. Wer denkt, man wandelt beim Lesen auf den Spuren von Kaiser Karl, dem Dom oder anderen „typischen” Aachener Sehenswürdigkeiten, der irrt. Das durchaus als Reiseführer zu verstehende Buch ist ein Blick hinter die Kulissen so manchen Ortes, an dem man vielleicht einfach vorbeigegangen wäre.

„Bei der Recherche zum Buch ging es darum, mal einen anderen Dreh in der Geschichte zu finden und vor allem mit den Menschen zu sprechen”, erzählt Barth.

Das war auch für die Fotos der Wunsch. „Sie geben einen Seitenblick und sind nicht unbedingt plakativ”, findet Fotograf Heck. Die siebenmonatige Recherchearbeit für das Buch ähnelt einer Schnitzeljagd - hatte man den ersten Ort entdeckt, führten von dort neue Geschichten zum nächsten. So nimmt einen das Buch mit von der Antoniusstraße, zum Bahkauv und in die Annastraße, dringt aber auch in den Untergrund des Autonomen Zentrums in Aachen und zeigt verlassene Orte, wie den Schlachthof, oder bewegt sich abseits der üblichen Printenkultur in die traditionsreiche Dresse-Nougat Fabrik. Und wer eine Gratislektion in Öcher Platt möchte, sollte sich ins „Kaffeekännchen” des Rentnerpaares Braun zum Rühreiessen begeben.

Die Reise geht weiter zum ersten Aachener Milchautomaten an der Kinkebahn - denn: „Das Buch ist auch ein kleiner Beitrag zur Euregio - abseits der Worthülsen der Politik”, sagt Heck. Wer hat schon einmal von Drachenzähnen im Aachener Wald gehört, beim Rätselraten rund um die Aachener Zyklopensteine am Grenzübergang Köpfchen mitgemacht oder alte Platten im Heerlener „Didi Muziek en Strip Hal” (und Strip ist hier durchaus nicht anrüchig gemeint, sondern bedeutet übersetzt „Comic”) geshoppt?

Einen Lieblingsort hat Alexander Barth nicht. „Das sind irgendwie alle”, findet er. Viele neue Anregungen - auch für alteingesessene Aachener - finden sich in dem tatsächlichen spannenden Werk auf 240 Seiten für 14,95 Euro im Buchhandel.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert