Aachen legt Samstag zahlreiche Schalter um

Von: Julie Krickel
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Aachen. Dunkelheit bricht über die Stadt herein: Am Samstagabend werden zahlreiche Gebäude, die das Stadtbild auf besondere Weise prägen, ihr Licht unter den Scheffel stellen. Diese Verdunkelung ist Teil der weltweiten Aktion „Earth Hour“, die der Umweltverband World Wildlife Fund (WWF) 2007 ins Leben rief und seitdem jährlich organisiert. Um 20.30 Uhr Ortszeit werden in zahlreichen Ländern auf dem Globus einige Lichter dunkel bleiben.

Zum ersten Mal wurde die „Earth Hour“ im Jahr 2007 in Sydney umgesetzt. Danach steigerte sich ihre Reichweite stetig: An der „Earth Hour“ 2012 beteiligten sich 6525 Städte in 150 Ländern und rund 1,8 Milliarden Menschen wurden so angesprochen, sich für Umwelt- und Klimaschutz stark zu machen.

Aachen nimmt in diesem Jahr zum dritten Mal an der Aktion teil. Wie Umweltdezernentin Gisela Nacken beschreibt, „ermöglicht die Aktion, ein Zeichen für die Energiewende zu setzen und alle daran zu beteiligen, auch die Aachener Bürgerinnen und Bürger“. Jedoch gehe es der Stadt nicht darum, Energie oder CO2 einzusparen, sondern alle Aachener auf die „Earth Hour“ aufmerksam zu machen. „Wir möchten möglichst viele Menschen aufrufen, mitzumachen“, so Nacken. Über die Verdunkelung Aachener Sehenswürdigkeiten sollen die Menschen für den Umweltschutz sensibilisiert werden, erklärt Gerhard Klöfkorn von der Stawag. Neben dem Dom und dem Rathaus bleiben am Samstagabend unter anderem das Theater, der Elisenbrunnen, das Marschiertor, das Ponttor und das „Fischpüddelchen“ dunkel.

Der Sicherheitsaspekt wird bei der Aktion nicht vergessen: Die Verdunkelung betrifft lediglich die dekorative Beleuchtung, die von der Stawag separat geschaltet werden kann. Die Straßenbeleuchtung wird dementsprechend nicht ausgeschaltet. „Im Stadtbild merkt man die Veränderung stark, was in den vergangenen Jahren zu vielen Anrufen bei uns führte“, erwartet Klöfkorn. „Die Aktion zielt darauf ab, dass eine Veränderung für die Bürger sichtbar ist, denn so werden sie auf das Projekt aufmerksam gemacht und denken über dieses nach“, erklärt Klaus Meiners vom Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen. Dies führe dann dazu, dass die Menschen sich beteiligen und „zuhause selbst den Schalter umlegen“.

„Earth Hour“ ist ein symbolischer Akt: „Es geht um das Denken der Bürger“, so Klaus Meiners. „Durch die Aktion hat sich ein globales Netzwerk gebildet“, erklärt er. Weltberühmte Bauwerke wie der Big Ben in London und die Christusstatue in Rio de Janeiro werden am 23. März nicht im gewohnt hellen Glanz erstrahlen. An diesen Verdunkelungen sollen sich die Menschen weltweit ein Beispiel nehmen – auch in Aachen.

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