Aachen ist ein mehr als heißes Pflaster

Von: Svenja Pesch
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Sommerliche Vorboten in Aachen: Während Marie und Georg ihre Füßen im Elisengarten kühlten,... Foto: Ralf Roeger
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...posierte Julia gekonnt am Rande des Eäzekomps auf dem Markt,... Foto: Ralf Roeger
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... wo Michael (2.v.r.) und seine Freunde dessen Abschied vom Junggesellendasein feierten. Foto: Ralf Roeger
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Vanessa (r.) und Sabrina gönnten sich ein Eis, ... Foto: Ralf Roeger
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...andere Gäste ein wohlverdientes Bierchen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Man(n) zeigt wieder Bein. Am ersten richtig heißen Wochenende packten viele Öcher die kurze Hose aus und feierten die Ankunft des Sommers. Bis in die späten Abendstunden flanierten Jung und Alt durch die Kaiserstadt und genossen die laue Sommernacht.

Zu viel Haut durfte es dann allerdings auch nicht sein. Denn gerade weil sich diese ja bekanntermaßen erst langsam an die Sonne gewöhnen muss, blieben nicht wenige Füße sicher verpackt in weißen Socken mit Sandalen.

Ganz auf Fußbekleidung verzichteten dagegen Marie und Georg. Das Paar genoss die Wärme am Elisengarten und gönnte seinen Füßen eine Abkühlung. „Endlich ist es wieder lange hell, und das Leben spielt sich draußen ab. Das wurde auch langsam mal Zeit. Hoffentlich bleibt uns das Wetter noch ein paar Tage erhalten“, sagte Georg.

Biervorrat im Wasser

Nur ein paar Meter weiter kühlte eine Gruppe junger Männer ihren Biervorrat im Wasser. Die nächsten paar Stunden würden sie ihren Platz nicht verlassen, betonten sie. Wobei es trotz des tollen Wetters im Elisengarten eher ruhig und recht leer war. Viele freie Plätze warteten vergebens auf Besucher. Lag vielleicht auch daran, dass dort das DFB-Pokalfinale Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt nicht live übertragen wurde. Dafür tummelten sich in der Pontstraße umso mehr überwiegend junge Leute. Mit Fritten und Bier schaute man hier gespannt auf die großen Bildschirme und verfolgte das Spiel.

„Wenn der BVB nicht gewinnt, ist der Abend gelaufen. Ich bin nur rausgegangen, um das Spiel zu verfolgen. Eigentlich ist es mir viel zu warm“, sagte Thomas. Der Student scheute nicht davor zurück, sich bei immer noch 28 Grad den BVB-Schal um den Hals zu legen. Fanliebe kennt eben keine Grenzen und erst recht keine Temperaturen.

Für Michael und seine Freunde war das Spiel Nebensache. Denn der Junggeselle genoss mit seinen Kumpels den „letzten Abend in Freiheit“. „Bevor ich an die Leine komme, wollen wir heute Abend ein letztes Mal um die Häuser ziehen“, so der Ehemann in spe. Die illustre Truppe, die in modischen Hawaiiketten ein weiteres Bier genoss, zog immer wieder die Blicke auf sich.

„Nicht nur gucken, auch kaufen“, rief Michael vorbeigehenden Passanten zu. Schließlich hatte er an diesem Abend eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Zahnbürsten, kleine Schnäpse, Klobürsten und andere unverzichtbare Dinge mussten an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden. Aber ob fünf Euro für einen kleinen Schnaps wirklich für reißende Absatzzahlen sorgten, blieb ungewiss. Auch zu später Stunde war der kleine Bauchladen noch gut gefüllt, was der Stimmung innerhalb der Truppe aber keineswegs schadete.

Eine willkommene Gelegenheit zur Abk ühlung lieferte neben dem Elisengarten auch der Karlsbrunnen. Einfach mal kurz die Arme kühlen und den Blick über den sonnigen Marktplatz und die herrliche Kulisse genießen, bevor die Suche nach einem der begehrten freien Sitzplätze weiterging.

Atmosphäre genießen

Sabrina und Vanessa schlenderten lieber durch die Altstadt und genossen die Atmosphäre. „Wir lassen uns treiben. Ich mag die lauen Sommernächte. Da wo es uns gefällt, bleiben wir“, so Vanessa. Gefallen hatte es den Freundinnen zu fortschreitender Stunde auf den Stufen des Katschhofes. Hier ließen sie mit einem Eis und Blick auf den Dom den Tag ausklingen. Auch der Polizei bereitete der erste echte – wenn auch vorgezogene – Sommerabend keine Kopfschmerzen: „keine unangenehmen Vorkommnisse“, meldet die Leitstelle der Polizei am Sonntag. Schön war er, der erste richtig heiße Tag im Kaiserstädtchen.

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