Aachen hilft der Kulturstiftung des Landes

Von: Marie Eckert
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Professor Reiner Körfer (l.) und Harry Kurt Voigt (r.) überreichen die Mitgliedsurkunde an Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Über 2500 Projekte in ganz NRW hat die Nordrhein-Westfalen-Stiftung schon gefördert, rund 40 davon in der Städteregion Aachen. Der Schwerpunkte der Stiftung liegt im Naturschutz sowie in der Heimat- und Kulturpflege.

Seit Montag ist Aachen Teil vom Förderverein der NRW-Stiftung – schließlich profitiere die Stadt schon seit Jahren vom Engagement der Stiftung und sei nun auch mal am Zug, merkte Oberbürgermeister Marcel Philipp lächelnd an. Mit einem halben Cent pro Jahr und Einwohner unterstützt Aachen also demnächst den Förderverein der NRW-Stiftung.

Ganz offiziell wurde der Betritt zum Förderverein mit einer Urkunde besiegelt – die Philipp im Rathaus vom Präsidenten der NRW-Stiftung, Harry Kurt Voigtsberger, und vom Vorstandsmitglied des Fördervereins, Professor Reiner Körfer, überreicht bekommen hatte.

„Jetzt ist Aachen kein weißer Fleck mehr auf der Karte“, witzelte der Oberbürgermeister und spielte darauf an, dass mittlerweile fast alle Großstädte in Nordrhein-Westfalen Mitglied der Stiftung sind.

Eins der ersten Projekte in Aachen, das von der Stiftung getragen worden war, war die Restaurierung des Marienschreins im Dom für rund 1,5 Millionen Euro, aber auch Streuobstwiesen im Vaalserquartier sind angelegt worden. Im kommenden Jahr hilft die Stiftung kräftig beim Gedenken an den 1200. Todestag von Karl dem Großen mit.

Die Projekte in Aachen sind ein Spiegelbild der Stiftungs-Devise: Nicht nur Mammutprojekte wie den Marienschrein oder die Restaurierung der Drachenburg in Königswinter stehen auf der Liste der Förderbeispiele. Auch kleine Anfragen werden beachtet: „Wenn ein Verein etwas über die Geschichte eines bestimmten Denkmals in seiner Region herausfinden möchte, unterstützen wir das ganz genauso. Man muss uns nur fragen“, betonte Voigtsberger.

Mehr als 8500 Mitglieder zählt der Förderverein mittlerweile, darunter Familien, Einzelpersonen, aber eben auch Städte und Gemeinden. Sie sammeln Mittel, um die NRW-Stiftung zu unterstützen.

Außerdem geht der Erlös der Rubbellose von der westdeutschen Lotterie in NRW an die Stiftung. Das Geld kann der Verein gut gebrauchen: Rund 255 Millionen hat die ehrenamtliche Stiftung schon für ganz unterschiedliche Projekte ausgegeben.

Über 5000 Hektar Fläche gehört dem Verein – jeder Quadratmeter ist zu Gunsten des Naturschutzes aufgekauft worden. „Schütze, was du liebst“ heißt passend dazu das Motto der Nordrhein-Westfalen Stiftung, das die Stadt Aachen nun als neuestes Mitglied auch trägt.

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