Aachen - „Aachen goes electro“ lockt viele Interessierte an den Elisenbrunnen

„Aachen goes electro“ lockt viele Interessierte an den Elisenbrunnen

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
14945749.jpg
Die ganze Bandbreite der Elektromobilität: Aachens Stadtauto „e.GO“... Foto: Andreas Steindl
14945736.jpg
...Elektro-Fahrradkuriere und... Foto: Andreas Steindl
14945731.jpg
...Elektrofahrzeuge für den städtischen Betrieb wurden – unter vielen anderen technischen Errungenschaften – am Elisenbrunnen den vielen Besuchern präsentiert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Buntes Treiben herrschte vor dem Elisenbrunnen, rund um den bereits bekannten bunten Schriftzug „Emobil“. 23 Aussteller zeigten heute ihre Ansätze und Konzepte zum Thema Elektromobilität, darunter Autos, Pedelecs, einen Lkw und vieles mehr.

Die Ausstellung und Informationsveranstaltung „Aachen goes electro“ fand in dieser Form bereits zum vierten Mal statt. Schirmherren sind Garrelt Duin, ehemaliger Wirtschaftsminister des Landes NRW, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

Begonnen hatte die Ausstellung 2011 mit der Vorstellung der Initiative rund um „StreetScooter“. Damals fand die Veranstaltung mit zehn Ausstellern noch im Krönungssaal statt. Die siebte Veranstaltung zeigt, wie sehr die Ausstellung gewachsen ist. „Wir bieten wieder das ganze Spektrum an“, sagte Dr. Günter Bleimann-Gather von Tema Technologie Marketing, die die Ausstellung organisiert.

Ziel der Veranstaltung ist es, den Bürgern Elektromobilität zum Anfassen zu präsentieren. Denn Elektromobilität hat viele Vorteile – da sie weniger Emissionen produziert, wird die Luft sauberer, und die Geräuschbelastung in der Stadt wird gesenkt, weil Elektroautos leiser sind. „Wir reden davon, die Lebensqualität in Aachen zu verbessern, und Elektromobilität ist ein wichtiger Schlüssel“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp zur Eröffnung der Ausstellung.

„Velocity“ bietet ein E-Bike-Sharing-System in Aachen an, bei dem man elektrische Fahrräder an einem Ort ausleihen und an einem anderen zurückgeben kann. Bisher gibt es bereits 15 Stationen in Aachen, die meisten rund um den Campus Melaten. „Wir wollen das Netz weiter stetig ausbauen“, sagte Christian Schmidt, der sich bei Velocity um den Betrieb in Aachen kümmert.

Im Vorfeld muss man sich online registrieren, kann sich dann zwischen zwei Tarifmodellen entscheiden und über eine App oder mit einer Kundenkarte die Fahrräder an einer der Ladesäulen ausleihen. „Das wichtigste Ziel ist, dass die Städte autofreier, emissionsfreier werden“, erklärte er weiter. „Das ist ein wichtiger Schritt, der nötig ist, um nachhaltig für zukünftige Generationen zu handeln.“ Ein anderes Konzept, das mit elektrisch unterstützten Fahrrädern zu tun hat, ist „Clac City Logistik“, ein Fahrradkurierdienst in Aachen.

Mit Hilfe von Lastenfahrrädern liefern Kuriere Aktenordner, Blumen, aber auch Essen aus dem Restaurant und Lebensmittel. Der Vorteil des Fahrradkurierdienstes ist, dass sie sowohl Straßen nutzen können, die für Autos gesperrt sind, als auch weniger Platz beim Parken brauchen und drinnen Be- und Entladen können.

Dass Fahrzeuge auch mit Solarenergie fahren können, zeigte das „Team Sonnenwagen“. Der technisch-studentische Verein zeigte ein Modell des Fahrzeugs, mit dem sie im Oktober an der „World Solar Challenge 2017“ in der Klasse „Challenger“ teilnehmen werden. Das Rennen führt 3022 Kilometer durch das australische Outback, von Darwin nach Adelaide.

Aufgabe ist es, die Energie, die über die Solarzellen produziert wird, möglichst effizient über den Tag zu nutzen. Denn die Teilnehmer dürfen nur acht Stunden am Tag fahren – und das Rennen gewinnt, wer am Ende am wenigsten Zeit gebraucht hat. Das Fahrzeug wurde von Studenten der RWTH und der FH entworfen und entwickelt.

„Das Ziel des Vereins ist auf der einen Seite, Elektromobilität voranzutreiben und zu zeigen, was mit Elektromobilität und Solarenergie machbar ist“, sagte Daniel Offermanns vom Team Sonnenwagen. „Im Rennen wollen wir natürlich die besten Newcomer sein.“

Bei der Ausstellung war natürlich auch „e.Go“ mit einem Prototypen des „e.Go Life“ vertreten, der vor allem als Stadtauto dienen soll. Der Kleinwagen soll ab 2018 in Aachen produziert werden. Der Viersitzer kann eine Höchstgeschwindigkeit von 104 Stundenkilometern erreichen und sowohl an Ladesäulen als auch zu Hause aufgeladen werden. „Wir müssen den Hauptdurchbruch im Innenstadtverkehr hinbekommen“, sagte Professor Günther Schuh, Gründer des Unternehmens. „Wir haben einen dringenden Handlungsbedarf, die Emissionen aus der Stadt rauszubringen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert