„Aachen-Fenster“ mit neuem Glanz: Pinu’u lädt ins Jugendcafé

Von: Ilka Elfert
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Sind sicher, dass Pinu‘u auch bei den Jugendlichen ankommen wird: Silvia Gordes, Werner Reinhart, Carsten Brehm, Bernd Schmitz, Jugenddezernentin Susanne Schwier und Ludger Gerdes. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Aufregung und Freude der Mitarbeiter sind spürbar, aber auch oder gerade vor allem die der Ehrenamtler. Denn sie sind es, die das Café zu dem machen, was es ist und wofür es steht: ein Ort der Gemeinschaft und des Ausprobierens.

Das Pinu’u als Einrichtung des Philipp-Neri-Hauses hat eingeladen, um die Neueröffnung des Cafés zu feiern. Sein Name kommt aus dem Indianischen und heißt so viel wie „ich bin ich“. Das offene Haus erstrahlt im neuen Glanz und mit neuer Lichtreklame. Man erkennt sofort, dass sich außer dem zentralen Standort an der Buchkremerstraße 2 einiges verändert hat.

Sozialarbeiter Ludger Gerdes spricht von einem neuen Konzept, das die jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren ansprechen möchte. Nach seiner Einschätzung hat sich seit der Einführung des G8er-Jahrganges und der Ganztagsschule einiges getan. Die Zeit ist knapp und der Stress manchmal riesengroß. In diesem Zusammenhang fallen die Begriffe „schulübergreifendes Engagement“ und „Partizipation“. So stellt das Pinu’u eine Institution dar, die keine Erwartungen stellt. Seither sollen auch Studenten ihren Platz hier finden können – das Jugendcafé Pinu’u ist geboren.

Derzeit sind es 15 junge Ehrenamtler, die verschiedene Projekte auf die Beine stellen: Bandconteste, Konzerte und Partys. Den Gewinnern der Wettbewerbe winken Auftritte bei Festivals oder auch eine kleine Tour. Das Café bietet auch die Nutzung von Kicker, Billard, Internet etc. Es gibt Kaffee, Softdrinks und Co. zum kleinen Preis.

„Musik verbindet uns alle“, so der Leiter des Philipp-Neri-Hauses, Carsten Brehm. „Wenn ein Mädchen sagt, dass sie gerne singt, kitzeln wir ganz bewusst den Mut aus ihr heraus, es auch vor anderen zu zeigen.“ Brehm selbst spielt Gitarre und trägt die Leidenschaft zur Musik mit in das Haus. Zur Verwirklichung des Auftrittes gehört auch die Ton- und Lichttechnik. Selbst nehmen die jungen Erwachsenen die Arbeit in die Hand.

Unter den Gästen befindet sich auch der ehemalige Ehrenamtler Henrik. Er erlebte die Neu-Gründung des damaligen Schülercafés an gleicher Stelle hautnah mit. Schon damals erkannte er das Potenzial dieser Einrichtung. Für ihn war es immer ein Ort des Zusammenkommens.

Er kann von sich behaupten, dass daraus Freundschaften entstanden sind, die immer noch anhalten. Henrik steht heute mitten im Leben und sagt: „Ich sehe die Neueröffnung des Cafés für mich persönlich mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge.“ So freut er sich auch heute noch, wenn man seine Hilfe benötigt. Schließlich war er selbst einer von ihnen und er versteht, dass die Zeit ihn durchaus geprägt hat. Aber das ist vorbei.

Das Zuschauen und Zuhören macht Spaß und die Leiter sind stolz auf das Resultat ihrer jugendlichen Ehrenamtler. Und alle sind sich einig: Ein Ziel der Neueröffnung, weitere Jugendliche willkommen zu heißen, wird gelingen.

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