Aachen erzielt viertbeste Spendensumme bei der Städtewette

Von: tka
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Treppensteigen, um Aachen klet
Treppensteigen, um Aachen klettern zu lassen: Die Mitarbeiter der Grün-Gruppe engagierten sich überaus sportlich für die Städtewette.

Aachen. Während 40 Mitarbeiter der Grün-Gruppe 88.822 Treppenstufen nahmen, fiel die Stadt Aachen am letzten Tag der großen Städtewette ein paar Plätze zurück.

Weil die Kleinstädte Pfaffenhofen/Ilm und Neuburg an der Donau auf den sprichwörtlichen letzten Drücker ihre Spendensumme noch mal deutlich hochschraubten, rutschte Aachen in der Gesamtwertung auf Platz vier ab. Oben steht Neuburg (28 565 Euro, also 1,02 Euro pro Einwohner) vor Fulda (55 276 Euro/0,85 Euro) und Pfaffenhofen (20 033 Euro/0,84 Euro). Die Wette mit Karlheinz und Almaz Böhm und deren Stiftung „Menschen für Menschen” war aber auch für Aachen längst gewonnen.

Statt der erforderlichen 81 333 Euro haben die Aachener in den vergangenen Wochen 194 135 Euro gespendet. 80 Cent hat jeder Aachener im Schnitt gespendet. Die KGS Michaelsbergstraße hat Kuchen verkauft, das Montessori-Kinderhaus St. Sebastian einen Spendentag veranstaltet, die Kinder der Grundschule Römerhof haben gesammelt, und die Mitarbeiter der Grün-Gruppe sind eben Treppen gelaufen, denn Vorstand Dr. Oliver Grün, dessen Unternehmen für die Internetseiten von „Menschen für Menschen” verantwortlich zeichnet, hatte versprochen: Für jede Stufe würde er die Wette mit 10 Cent unterstützen.

Die sportliche Leistungs- und wohl auch Leidensfähigkeit der Mitarbeiter der Grün Software AG, der Agentur „giftGrün” und der MF Plus Service GmbH hatte er dabei „gründlich unterschätzt”. Grüns Erwartungen waren jedenfalls bei weitem übertroffen worden. So wie auch die Erwartungen des Oberbürgermeisters Marcel Philipp übertroffen wurden. Überwältigt sei der OB, hieß es gestern. Aachen ist letztlich beste größere Stadt, dies stellt der OB gerne heraus. Köln, Berlin und Frankfurt am Main haben ihre Wette, jeden dritten Einwohner zu einer Spende von einem Euro zu bewegen, sogar verloren. Die eigentlichen Gewinner sind aber die Kinder in Äthiopien, denn 24 Wettteilnehmer haben drei Millionen Euro gesammelt.

Wettverliererin Almaz Böhm wird nun mit ihrem Welttheaterprojekt oder dem Zirkus „Mother Africa” in den Gewinnerstädten gastieren. Der Termin steht noch nicht fest. Wohl aber, dass sich das Treppensteigen gelohnt hat.
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