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Aachen erhält begehrten Fairtrade-Titel

Von: aht
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Sind froh, dass Aachen den Sta
Sind froh, dass Aachen den Status erhalten wird: von links Fritz Bock (Aachener Weltladen e.V.), Jan Salzmann (terre des hommes), Ulrich Isfort (Verbraucherzentrale). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es ist geschafft: Eineinhalb Jahre haben die Mitarbeiter des Bündnisses FAIRhandel(n) in Aachen darauf hingearbeitet, alle notwendigen Kriterien zu erfüllen.

Die Mühe zahlt sich nun aus: Die Stadt Aachen wird mit dem Titel „Fairtrade-Stadt” ausgezeichnet und schließt sich damit 50 anderen deutschen Städten an, die sich bereits so nennen dürfen. Die Verleihung der Urkunde erfolgt am 26. September zwischen 11 und 12 Uhr im Weißen Saal des Rathauses.

„Der Titel ist ein Imagegewinn für Aachen”, sagt Fritz Bock, Geschäftsführer des Weltladens und Gründungsmitglied des Bündnisses FAIRhandel(n). Um den Titel „Fairtrade-Stadt” zu erhalten, mussten aber zunächst fünf Kriterien erfüllt werden. Beispielsweise müssen gemessen an der Einwohnerzahl eine bestimmte Anzahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben vorhanden sein, die Fair-Trade-Produkte verkaufen. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kirchen, Schulen oder Vereinen müssen diese Produkte verwendet werden. Die Auszeichnung wird von Fairtrade Deutschland jeweils für zwei Jahre verliehen. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Einhaltung der Kriterien erneut überprüft.

Abgerundet wird die Verleihung von dem Besuch eines Kaffeeproduzenten aus Tansania, der ab 10.30 Uhr erzählen wird, welchen Einfluss Fairtrade auf die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort hat. Vom 16. bis 30. September finden in Deutschland zum zehnten Mal die „Fairen Wochen” statt - dieses Jahr unter dem Motto „Fair ist mehr!”. Aus diesem Anlass hat das Bündnis FAIRhandel(n) in Aachen einen „FAIRanstaltungskalender” erstellt.

Zum Auftakt am Freitag, 16. September, wird im Welthaus ein Dokumentarfilm gezeigt; Thema ist die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland. Zusätzlich werden im Weltladen jeweils montags, mittwochs und freitags zwischen 11 und 16 Uhr kostenlose Verköstigungen stattfinden. Doch die Menschen sollen nicht nur probieren, sondern sich auch informieren. „Es soll eine Mischung aus leiblichem und intellektuellem Genuss werden”, sagt Jan Salzmann vom Eine-Welt-Forum Aachen. Ziel sei es, den Menschen bewusst zu machen, dass sie in einer vernetzten Welt leben, in der sie täglich Kontakt zu Produkten haben, die unter sklavenhaften Bedingungen hergestellt würden. „Unsere Lebensweise darf nicht die Armut anderer Menschen bewirken”, sagt Salzmann.

Ein Staffellauf

Für Bock gibt es zwei Höhepunkte während der „Fairen Wochen”: Die Verleihung der Urkunde und das Fairtradefest. Das Fest findet zum Abschluss der „Fairen Wochen” in Deutschland am 30. September um 18 Uhr am Grenzübergang Köpfchen statt. Dabei wird ein fairgehandeltes Produkt von Grundschülern aus Aachen in einem Staffellauf an die belgische Grenze gebracht und dort symbolisch an Schüler aus Belgien übergeben, wo die Fairen Wochen am 1. Oktober beginnen. An dem Fairtradefest werden unter anderem auch die nordrhein-westfälische Ministerin Angelica Schwall-Düren und der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinde in Belgien Karl-Heinz Lambertz teilnehmen.

Das Bündnis FAIRhandel(n) engagiert sich auch außerhalb der bundesweiten Aktion für eine gerechte Entlohnung der Arbeiter in den Produzentenländern. Mit Hilfe der Stadt Aachen wurde beispielsweise ein Stadtplan erstellt, der anzeigt, in welchen Geschäften Fair-Trade-Produkte verkauft werden.

Eine aktualisierte Version wird demnächst im Weltladen, in der Verbraucherzentrale sowie in der Tourist-Info ausliegen. „Wir erhoffen uns noch mehr Interessenten”, sagt Bock. Weder beim Geschmack noch bei der Qualität müssten sich die Fair Trade-Produkte verstecken. „Fair Trade ist nicht nur Pflicht, sondern auch Genuss”, pflichtet Salzmann bei.

Verleihung und Fest bei Kukuk

Die Verleihung erfolgt am Montag, 26. September, 11 Uhr, im Weißen Saal, Rathaus.

Am 30. September, 18 Uhr, findet ein Fairtrade-Fest statt am Grenzübergang Köpfchen: KuKuK e.V., Eupener Straße 420; Anmeldung bis zum 12. September unter Telefon 89449560.

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