Aachen - Aachen: Busfahren für einen Euro

Aachen: Busfahren für einen Euro

Von: os
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Ein Bus der Aseag, die für den Aachener Verkehrsverbund unterwegs ist. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Busfahren wird in Aachen deutlich billiger - zumindest in der Innenstadt: Dort gilt ab dem 1. Oktober ein „City-XL-Tarif”, mit dem man für einen Euro fahren kann.

Das neue Angebot ersetzt zwei bisherige Kurzstreckenzonen in der City und reicht zum Teil noch darüber hinaus. Es gilt ab Donnerstag in der kompletten Innenstadt zwischen Westbahnhof und Bahnhof Rothe Erde, zwischen Schanz und Tivoli. Bislang hat man dort je nach Strecke zwischen 1,40 und 2,30 Euro bezahlt.

Auch eine entsprechende Monatskarte wird es für 30 Euro geben. Die Aseag rechnet damit. dass das neue Ticket ihr jährlich bis zu 200.000 zusätzliche Fahrgäste beschert, die wegen des günstigen Preises auf Busse umsteigen. Allerdings bringt das unter dem Strich keine Mehreinnahmen. Im Gegenteil: Das zusätzliche Minus durch das City-XL-Ticket wird auf 500.000 Euro pro Jahr beziffert.

SPD und Grüne hatten den Billigtarif im Frühjahr gegen die Stimmen von CDU und FDP beschlossen. Der öffentliche Nahverkehr solle so attraktiver gemacht gemacht werden - was ein wichtiger Baustein des städtischen Luftreinhalteplans sei, mit dem die Einrichtung einer Umweltzone nebst Fahrverboten vermieden werden soll. CDU und FDP hatten dagegen für „wandernde Kurzstrecken” als „gerechteres” Modell plädiert und vor zu hohen Kosten gewarnt.

Ursprünglich hatte sich Rotgrün sogar für einen Nulltarif in der Innenstadt stark gemacht. Doch diese Idee war aus Kostengründen schnell wieder begraben worden. Das kostenlose Busfahren innerhalb des Grabenrings hätte der Aseag Einnahmeverluste von bis zu einer Million Euro jährlich beschert.
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