Aachen - Aachen blüht an allen Ecken

Aachen blüht an allen Ecken

Von: Bertram Binz
Letzte Aktualisierung:
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Vor allem pflegeleichte Saatmischungen sind gefragt: Die Blumenwiesen auf Mittelstreifen in der Stadt sind ein Hingucker. Sabine Harms und ihr Team vom Stadtbetrieb sind dafür verantwortlich. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jeder, der mit dem Auto durch die Innenstadt fährt hat sie garantiert schon einmal gesehen: Blumenwiesen auf Mittelstreifen oder Baumscheiben am Straßenrand. Seit 2013 sät der Stadtbetrieb jedes Jahr im Frühjahr. Insgesamt 17 Flächen sind es aktuell und es werden immer mehr.

Vor allem pflegeleichte Saatmischungen werden verwendet, da diese meist nur einmal jährlich gesät und abgemäht werden müssen. Dabei unterscheidet man zwischen einjährigen Mischungen, die jedes Jahr neu gepflanzt werden, und mehrjährigen Mischungen, die eigenständig im nächsten Frühjahr und Sommer blühen. Das Ziel ist dabei klar. „Wir wollen das Stadtbild verschönern und die Natur züruck in die Stadt bringen. Der Plan geht auf, denn auch wenn wir immer wieder Probleme mit Leuten haben, die durch die Beete laufen, Blumen herausreißen, mit ihren Autos über die Beete fahren oder ihren Müll in die Beete schmeißen, ist die Resonanz der Bürgerinnen und Bürger doch sehr positiv“, sagt Sabine Harms vom Stadtbetrieb. Positiver Nebeneffekt sei die Ersparnis an Personalkosten. Denn die Beete sind sehr pflegeleicht. Die Bewässerung übernimmt dabei die Natur. „Das Wetter ist unberechenbar. Wir können nicht beeinflussen, ob es viel regnet oder wie dieses Jahr einfach zu trocken ist“, sagt Harms weiter. Vor allem der Mai sei zu trocken gewesen, das könne im weiteren Verlauf des Jahres gar nicht mehr ausgeglichen werden. „Was bisher nicht blüht, das wird auch dieses Jahr nicht mehr blühen.“

Die schwierigste Aufgabe ist das Pflanzen. Circa 150 Mitarbeiter beschäftigt der Stadtbetrieb für die Anlegung und Instandhaltung. Diese sind auf zehn Betriebshöfe verteilt und drei Betriebsleitern unterstellt. Auch wenn die Blumen pflegeleicht sind, müssen sie dennoch hin und wieder von Wildkräutern befreit werden. Dies sei aber meist nur eine Arbeit von fünf bis zehn Minuten, erzählt Harms. Als neue Flächen für die Blumen wählt der Stadtbetrieb üblicherweise Grünflächen, die schon alt oder kaputt sind. Auf diesen wird dann das Saatgut verteilt. Welche Blumensorten an welchen Stellen gepflanzt werden, ist dabei eine Frage, die im Team besprochen wird. Überhaupt spielt Kommunikation eine große Rolle. Harms ist in ständigem Kontakt mit den drei Betriebsleitern, die wiederum Rücksprache mit den Kolonnen vor Ort halten. So fällt schnell auf: Welche Problemflächen gibt es? Wo ist am meisten beschädigt worden? Mit Vandalismus habe man laut Harms aber glücklicherweise nicht allzu viel zu tun.

Bei der Wahl der Saatgutmischungen ist der Standort entscheidend. Nicht jede Blume wächst auf jeder Fläche. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Licht, Schatten, Trockenheit, Feuchtigkeit und die Beschaffenheit des Bodens sind einige davon. Dafür hat man in jedem Betriebshof drei bis vier gelernte Gärtner und bildet auch Neue aus.

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