Aachen - „Aachen bleibt immer die Nummer Eins“

„Aachen bleibt immer die Nummer Eins“

Von: Valerie Barsig
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Die Kaltblüter weisen den Weg: Das Medienzentrum (l.) in der Zeltstadt auf dem Turniergelände wird auch bei diesem CHIO wieder Anlaufstelle für viele Talkgäste sein. Foto: Andreas Steindl
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ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (r.) und Generalmusikdirektor Kazem Abdullah präsentierten mit unserem Redakteur Manfred Kutsch (l.) einen Scheck in Höhe von 11.250 Euro, Reinerlös von „Pferd & Sinfonie“.

Aachen. Hier packt der Chef persönlich an: „Heute morgen habe ich die dänische Königskutsche mit ausgeladen, das war schon etwas ganz Besonderes.“ Sagt Turnierdirektor Frank Kemperman, der diesen CHIO mit ein wenig Ehrfurcht begleitet: „Aachen war immer die Nummer Eins und wird es auch bleiben.“ Auftakt für jede Menge Talks und Information.

Kemperman war beim Soerser Sonntag einer von zahlreichen Talk-Gästen am AZ-Medienzentrum. Bis zum Turnier-Finale am kommenden Sonntag gibt es dort viele Gespräche und Informationen aus erster Hand.

Ex-Karnevalsprinz Thomas II. Sieberichs bringt – symbolisch – viel Geld mit. Er und sein Hofstaat spenden dem Verein „Nele und Hanns Bittman“ sowie dem Klenkes-Komitee je 10.000 Euro. „Nachhilfe, Vereinsmitgliedschaften, die Teilnahme am öffentlichen Leben, das wollen wir Kindern ermöglichen, die es sich sonst nicht leisten könnten“, sagt der 1. Vorsitzende von „Nele und Hanns Bittmann“, Wolfgang Herff.

„Da ist die Messlatte ganz schön hoch“, stellt der designierte Karnevalsprinz Bernd I. fest. Er möchte für das Öcher Schängche und den Kinderschutzbund sammeln. Nebenbei treibt er massig Sport: „Körperliche Fitness scheint mir die richtige Basis, um in der Karnevalszeit nicht krank zu werden.“

Mit von der Partie auf der Bühne ist auch Hilde Bärnreuther von der Lebenshilfe. „Für uns ist natürlich therapeutisches Reiten ein Thema“, erklärt sie. Das wird von Kerstin Keus im Reittherapiezentrum Abenteuerland umgesetzt. Sie ist mit einer integrativen Gruppe auf das CHIO-Gelände gekommen und führt das Märchen „Die Schneekönigin“ des berühmten dänischen Autors Hans-Christian Andersen vor.

Um tierische Patienten kümmert sich ein Veterinärteam, dem auch Dorothee Dahmen angehört: „Wir arbeiten im Hintergrund, um in Notfällen da zu sein oder leichtere Wehwehchen zu behandeln, die schon einmal auftreten können.“ Ein entzündetes Auge oder ein Kratzer. Bei schlimmen Verletzungen gibt es sogar einen Notfall-Wagen, der die Tiere in die nächstgelegenen Kliniken bringen kann.

Dorothee Dahmen betreut heute allerdings einen Stand, an dem man sich neben den tierärztlichen Geräten auch einmal genau über das Innere eines Pferdes informieren kann – zum Beispiel an einem präparierten und in viele kleine Einzelteile zerlegten Pferdebein – außen kuscheliges Fell und innen Knochen, Sehnen und Co. Dahmen kennt die Prozeduren: Die Tiere werden genau untersucht. „Es gibt einen ,Vet-Check‘, bei dem mehrere unabhängige Tierärzte die Turnierpferde untersuchen, Bandagenkontrolle und ein Extrateam, das stichprobenartig Dopingkontrolle macht“, erklärt sie.

Neben unerlaubten Substanzen werden die Tiere auch auf Lahmheiten oder zu viel Sporeneinsatz kontrolliert. „Hier schauen wirklich viele Augen nach den Tieren“, erklärt Dahmen. Einige Tierärzte werden wahrscheinlich auch Marieth Major in Augenschein genommen haben. Der ist als Deckhengst allerdings bei bester Gesundheit und hat ein paar ganz erfolgreiche Nachkommen. „Seine Enkelin hat in England gerade eine Show gewonnen, und das will schon was heißen“, erklärt Besitzer Torsten Timm und lehnt sich ein wenig an, an seinen Freund.

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