Aachen: Bei der Altenpflege wird gespart

Von: Robert Esser und Oliver Schmetz
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Aachen. Das Sparpaket der Bundesregierung trifft den Aachener Arbeitsmarkt - mit fatalen Folgen nicht nur für bislang in diversen Projekten beschäftigte Langzeitarbeitslose, sondern eventuell auch für Hunderte auf Betreuung angewiesene Senioren in der Städteregion.

Denn die drastischen Kürzungen bei Ein-Euro-Jobs und beim Förderprogramm Jobperspektive sowie ein Kurswechsel in der Förderpolitik gefährden die sieben hiesigen mobilen sozialen Dienste akut in ihrer Existenz. Träger wie die Caritas oder das Sozialwerk Aachener Christen beschäftigen Arbeitslose und betreuen rund 680 alte Menschen.

Für einige Angebote ist das Aus bereits sicher: „Wir müssen unsere drei mobilen Dienste Ende März schließen”, erklärte Bernhard Verholen, Geschäftsführer des Caritasverbandes, am Mittwoch auf Anfrage. Betroffen seien dadurch 25 geförderte Arbeitsplätze, aber auch acht „normale” Festangestellte - und nicht zuletzt die rund 150 betreuten Senioren. Bei der Caritas jagt derzeit eine Krisensitzung die nächste, „aber wir werden alles versuchen, um für die Versorgung der alten Menschen andere Organisationsformen zu finden”, verspricht Verholen.

Im Vergleich zu 2010 sinken die Mittel, die das Jobcenter der Städteregion für Beschäftigungsmaßnahmen, Weiterbildung und Lohnzuschüsse aufwendet, von über 46 auf 29 Millionen Euro. Für Ein-Euro-Jobber fließen statt zwölf nur noch fünf Millionen Euro. Ihre Zahl soll ebenso drastisch sinken wie die der Arbeitslosen, die bislang im Programm Jobperspektive aufgefangen wurden. „Insgesamt sind in der Städteregion mindestens 800 Beschäftigte von den Kürzungen betroffen”, schätzt Verholen.

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