A544: Geht‘s auch ein bisschen schneller?

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Tut sich da überhaupt etwas? Staugeplagte Fahrer fragen sich, warum auf der Großbaustelle auf der A544 kaum Arbeiter zu sehen sind und ob es nicht schneller gehen könnte. Die Antwort von „Straßen.NRW“ lautet Nein. Bei der Erneuerung der Entwässerung werde nicht mehr Personal gebraucht.
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Ebenfalls eine stauträchtige Baustelle: An der Krefelder Straße wird der Kanal erneuert, es gibt nur je eine Fahrspur durch den Schilderwald. Das Ganze dauert bis März 2016. Foto: Michael Jaspers
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Kurios: An der Jülicher Straße muss eine Bushaltestelle repariert werden. Dafür hat man auch gleich noch eine Fahrbahn gesperrt. Gearbeitet hat dort allerdings seit Tagen niemand mehr.

Aachen. Autofahrer, die morgens über die Autobahn 544 nach Aachen hinein wollen, müssen über eine gehörige Portion Geduld verfügen. Das ist eigentlich immer so, denn im Berufsverkehr staut sich das Blech kilometerlang. Im Moment ist die Situation allerdings extrem. Das liegt daran, dass der Landesstraßenbaubetrieb „Straßen.NRW“ zwischen Europaplatz und Rothe Erde die Fahrbahnen erneuert.

In beide Richtungen ist jeweils nur eine Spur für den Verkehr übrig. Wer also nun gemeint hatte, dass nach den beiden Chaoswochen, als der Europaplatz saniert wurde, Besserung eintreten würde, sieht sich zumindest in Bezug auf die Autobahn getäuscht und steht weiterhin gefühlte Ewigkeiten im Stau. Und wer da so im Stau steht, der fragt sich unwillkürlich: Geht das nicht ein bisschen schneller?

Denn auf der Großbaustelle tut sich augenscheinlich kaum etwas. Zwei Bagger sind da, ein Radlader, ein Container, ein Haufen Betonrohre – das war‘s. Überdies sieht man kaum Bauarbeiter. Freitagmorgen waren das nicht anders.

Neue Entwässerung

Trotzdem fällt die Antwort auf obige Frage bei „Straßen.NRW“ eindeutig aus: „Nein, es geht nicht schneller“, sagt Nobert Cleve von der Autobahnniederlassung Krefeld, die für die Baustelle zuständig ist. Das habe seinen Grund. „Derzeit werden die Entwässerungsleitungen in der Fahrbahnmitte erneuert. Das geht nur Stück für Stück, und dafür kann man nicht mehr Leute gebrauchen als die, die jetzt da sind“, erklärt Cleve.

Wie angekündigt, sollen die Bauarbeiten bis Mitte November dauern. „Wenn die Entwässerung fertig ist, wird man auch wieder mehr Leute dort sehen“, so Cleve. Dann werden die Fahrbahnen erneuert, ebenso die veralteten Schutzplanken. Ein paar Tage Verzug hat es indes durch den starken Regen der vergangenen Tage gegeben, als zeitweise gar nicht gearbeitet werden konnte. Die Reparatur der Autobahn kostet rund eine Million Euro.

Die Autobahn ist indes nicht die einzige Stelle, die Autofahrer auf die Geduldprobe stellt. Gerade im Berufsverkehr staut es sich auch auf der Krefelder Straße gewaltig. Auf einer Länge von knapp 400 Metern wird der Kanal erneuert – zwischen Gut Wolf und Normannenstraße. Das führt dazu, dass auch dort für jede Fahrtrichtung nur noch eine Spur bleibt. Stadtauswärts geht es zudem in Schlangenlinien vorwärts. Diese Baustelle wird den Aachenern und Pendlern denn auch noch ein bisschen länger erhalten bleiben als jene auf der Autobahn. An der Krefelder Straße soll erst im März 2016 Schluss sein.

Ab 2017 drei Jahre Baustelle

Deutlich früher wird eine Baustelle auf einer anderen Ausfallstraße verschwunden sein. Doch die hat einen durchaus kuriosen Charakter. In der Bushaltestelle an der Jülicher Straße/Ecke Lombardenstraße klafft ein viereckiges Loch in der Betondecke. Eigentlich betrifft das nur die Bushaltestelle selber, dennoch sind Baken so aufgestellt, dass eine Fahrbahn nicht mehr nutzbar ist.

Und: An dieser Baustelle hat man seit Tagen niemanden mehr arbeiten gesehen – es tut sich rein gar nichts. Das ist laut Axel Costard vom Presseamt dem schlechten Wetter geschuldet. Die Betondecke der Busspur war defekt und muss repariert werden, doch das ging wegen des starken Regens zuletzt nicht. „Das wird aber jetzt stattfinden“, so Costard. Dass gleich noch eine Fahrbahn der Jülicher Straße gesperrt ist, habe Sicherheitsgründe.

Mit Sicherheit werden alle genannten Baustellen dereinst weg sein, doch um den Kreis zu schließen: Eine Weile wird man sich auf der Autobahn 544 über „Baustellenfreiheit“ freuen dürfen. Aber auch nicht allzu lange. Denn in nicht ferner Zukunft steht der Abriss und die Erneuerung der großen Haarbachtalbrücke auf dem Programm. Start ist zwar erst 2017 – dauern wird das Ganze aber drei Jahre.

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