Aachen - A-Juniorinnen des JSC Blau-Weiss ist außerordentlich stark

A-Juniorinnen des JSC Blau-Weiss ist außerordentlich stark

Von: Peter Schopp
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Ein Team mit Perspektive: Die A-Juniorinnen von Blau-Weiss Aachen sind nicht nur auf dem Platz erfolgreich, sie legen auch großen Wert auf Teamgeist. Foto: Andreas Steindl
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Eine Freundin des Balls: Mannschaftskapitänin Annika Will zeigt viel motorisches Feingefühl.

Aachen. Der JSC Blau-Weiss Aachen wird am 3. und 4. Februar Ausrichter der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup 2018 sein. Das bedeutet, viele Männerbeine werden in der Halle an der Neuköllner Straße an diesem Wochenende dem Ball nachjagen.

Nach hoffentlich spannenden und vor allem fairen Spielen wird am Ende eine Mannschaft den Pokal nebst Scheck mit in ihr Vereinsheim nehmen. Doch bei Blau-Weiss, wie der Verein in Fachkreisen auch nach der Fusion 2014 mit dem JSC immer noch genannt wird, rennen nicht nur Männerbeine, sondern auch Frauenbeine über den Platz.

Das alleine ist an sich nichts Besonderes mehr, haben doch mittlerweile viele Vereine in der Region eine oder mehrere Damenmannschaften. Aber in diesem speziellen Fall lohnt sich das genaue Hinsehen doch.

Zunächst einmal handelt es sich bei den Damen von Blau-Weiss nicht um eine Mannschaft im Erwachsenenbereich, sondern um die A-Juniorinnen. Aber auch das ist nicht ganz richtig, denn viele der Spielerinnen haben das entsprechende Alter noch gar nicht erreicht, könnten also eigentlich noch B-Jugend spielen.

Vor mehr als sieben Jahren begann Trainer Bruno Wenders bei Grün-Weiß Lichtenbusch als Mädchentrainer und baute im Laufe der Jahre eine erfolgreiche Mannschaft auf. Alles war gut, bis der Vorstand des Vereins ihm und seinen Mädels plötzlich klarmachte, dass es in Lichtenbusch nicht weitergehen würde mit dem Damenfußball. Wenders und neun seiner Schützlinge heuerten bei Blau-Weiss an.

Hier hatte Wenders in der Jugend seine ersten fußballerischen Schritte gemacht, da war der Weg kurz und die Entscheidung schnell gefallen. Das war Anfang 2015, seitdem hat Wenders gemeinsam mit seinem Trainerteam – bestehend aus Marco Paulissen, Hannelore Lindner, Thomas Scheren und Michael Bleilefens – nicht nur eine immer größer werdende Zahl an Mädchen zu betreuen, sondern auch immer größere Erfolge zu vermelden.

Die B-Juniorinnen errangen in der vergangenen Saison den Meistertitel in der Bezirksliga, was mit einem Aufstieg in die Mittelrheinliga verbunden war. Gewesen wäre, muss man sagen, denn die jungen Damen haben sich statt für die höhere sportliche Klasse für den Teamgeist in der Mannschaft entschieden und spielen deshalb lieber mit den älteren A-Juniorinnen in der Bezirksliga.

Was kein Nachteil sein muss, schaut man auf die Tabelle. Gemeinsam mit den Spielerinnen des Burtscheider TV kämpfen die jungen Damen aus dem Gillesbachtal um die Meisterschaft. „Für uns ist Blau-Weiss wie eine kleine Familie“, erklärt Wenders das Gefühl. Man verspüre als Übungsleiter eine große Verantwortung für die jungen Leute, da sei es völlig egal, woher jemand kommt oder wie der finanzielle Hintergrund aussieht.

Das Einarbeiten von neuen Spielerinnen ins Mannschaftsgefüge organisieren die Aktiven dabei selbstständig, da greift Wenders nicht ein. Der Weg ist also das Ziel bei Blau-Weiss, und der Erfolg gibt ihnen Recht. Der Segen des Erfolgs ist aber gleichzeitig auch der Fluch. Das Platzangebot ist überschaubar, man kann nicht unendlich viele Spielerinnen aufnehmen. Bis zur C-Jugend reihen sich die Mädchen noch in den Jungenmannschaften ein, danach gibt es reine Damenmannschaften.

Für die Trainer steht dabei der soziale Aspekt absolut im Vordergrund, das Miteinander ist wichtig – siehe oben. „Außerdem bringen sich die Damen deutlich intensiver in die Vereinsarbeit ein als die Jungen“, schmunzelt Wenders dann noch. Na, dann kann die Stadtmeisterschaft ja kommen.

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