87 neue Wohnungen im Herzen der Stadt

Von: Oliver Schmetz
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Das mittlerweile komplett leerstehende Verwaltungsgebäude an der Ecke Kasernenstraße/An den Frauenbrüdern wird in Kürze abgerissen. Foto: Michael Jaspers
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Ein Blick in die Zukunft: Bis Ende nächsten Jahres sollen 87 neue Wohnungen entstehen. Foto: Animationen: Rendertaxi

Aachen. Die Wohnlage ist dermaßen zentral, dass das Projekt mit dem banalen Begriff „Mitte“ offenbar nicht wirklich ausreichend zu beschreiben ist – meinten jedenfalls die geistigen Urheber des Bauvorhabens und schritten zur flotten Verdopplung: „AachenMitteMitte“.

Mittenmang in Aachen befindet sich das Ganze allerdings schon: An dem kleinen Straßenstück An den Frauenbrüdern, gelegen zwischen Altem Polizeipräsidium und Alexianergraben, wollen die Eschweiler Eheleute Birgit und Günter Schlenter rund 22 Millionen Euro investieren und damit insgesamt 87 neue Wohnungen – davon 37 Eigentumswohnungen – schaffen.

Sieben Gebäude in U-Form

Wohnen kann man dann künftig dort, wo die Aachener früher zum Arbeitsamt pilgerten und später zur Post gingen und wo zwischenzeitlich auch die Musikhochschule ihr Übergangsdomizil hatte. Das alte Verwaltungsgebäude aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, das als U-förmiger Block an den Straßen Mariental, An den Frauenbrüdern und Kasernenstraße liegt, wird dafür allerdings zum Fall für die Abrissbagger.

Und die sollen schon bald anrücken: Es seien lediglich noch einige genehmigungstechnische Details zu klären, sagt Achim Groß, der Koordinator des Bauprojekts. Die Zeit drängt allerdings auch. Bereits Ende 2016 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. „Die Vermarktung läuft schließlich schon“, sagt Groß.

Die neue Bebauung soll dann wie der alte Verwaltungsbau in U-Form den Straßenzügen folgen, wird allerdings aus sieben einzelnen Wohnhäusern bestehen, die sich um einen begrünten Quartiershof gruppieren. Durch diese Aufteilung will man das große Bauvolumen besser „in die gewachsene städtische Struktur integrieren und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Haus stärken“, heißt es in der Projektbeschreibung der Architekten. Diese sitzen im renommierten Aachener Büro „kadawittfeldarchitektur“, das die Ausführungsplanung auf Grundlage vorheriger Pläne des Büros Karsten & Partner vorgenommen hat.

Insgesamt sehen die Pläne Wohnungsgrößen vor, die sich vom 49 Quadratmeter kleinen Single-Appartement bis zum weitläufigen 168-Quadratmeter-Penthouse erstrecken. Jede Wohnung soll über einen Balkon oder eine Loggia verfügen, außerdem soll der begrünte Innenhof, der nur den Bewohnern zur Verfügung stehen wird, einen Ort der Ruhe bilden. Oberirdisch ergibt das insgesamt eine Bruttogeschossfläche von 11 100 Quadratmetern, unterirdisch kommen weitere 4300 hinzu – für die Tiefgarage, Waschküchen, Keller und einen großen Fahrradraum.

Auch ein Fall für die Archäologen

Damit das alles rechtzeitig fertig wird, will man möglichst schnell loslegen. „Wir hoffen, dass wir in vier bis sechs Wochen mit dem Abriss beginnen können“, sagt Groß. Bevor danach jedoch der Neubau hochgezogen wird, dürfen die Archäologen in die Baugrube klettern – was immer eine gewisse Unwägbarkeit bedeutet.

„Wir hoffen, dass die Archäologen nicht so viel finden“, sagt Groß, auch wenn das für Bauherren in Aachen oft ein frommer Wunsch bleibt – zumal in einer Lage, die so zentral ist, dass einem Projektnamen wie „AachenMitteMitte“ einfallen.

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