75 Zentimeter geben keine Sicherheit: Mostardstraße wird umgebaut

Von: Thorsten Karbach
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Aachen. 75 Zentimeter sind nicht genug. An den schmalsten Stellen ist der Gehsteig in der Mostardstraße aber keinen Zentimeter breiter, das ist weder sicher noch praktisch - vor allem wenn Fußgänger mit dem Kinderwagen unterwegs sind.

Nun wird alles anders, die Mostardstraße steht im Fokus der Stadtplaner. Sie wird umgebaut, das ist sicher.

Die Frage ist noch „wie?” - in einer günstigen Lösung mit Asphalt und plattierten Gehsteigen, die wohl rund 120.000 Euro kosten würde. Oder deutlich hochwertiger mit schmuckem Naturstein, wie er auch in der benachbarten Fußgängerzone Großkölnstraße verwendet wird, für rund 300.000 Euro. Es ist die Wunschvariante. „Wir haben in unmittelbarer Nähe von Markt und Rathaus natürlich höhere Ansprüche. Da ist ein höherer gestalterischer Wert erforderlich”, sagt Axel Costard vom städtischen Presseamt.

Wann der Ausbau der Mostardstraße in Angriff genommen wird, ist freilich noch offen. Zunächst wird die Bezirksvertretung Mitte am 11. Februar die Pläne diskutieren, am 5. März ist der Verkehrsausschuss gefragt. Fakt ist, dass bis 2010 eine Erneuerung der Straßenkanäle vorgesehen ist, und Tief- und Ausbau in einer Baustelle erfolgen sollen und wegen des Parkhauses wohl auch müssen. Wie dann der Verkehr Richtung Parkhaus geführt wird, ist ohnehin noch nicht geklärt.

Die „neue” Mostardstraße wird nicht nur breitere Bürgersteige (1,40 Meter auf beiden Seiten) haben, sie wird ihr Gesicht komplett verändern. Die städtischen Planer werden das Niveau von Straße und Gehweg ausgleichen, eine optische (unterschiedliches Material, unterschiedliche Farbe) Trennung zeigt dann, wo die Fahrbahn endet und der Gehweg beginnt. So ist es auch auf dem Markt und soll in der Mostardstraße fortgeführt werden. Durch die auf 4,50 Meter dann beengte Fahrbahn werde dann - so die Planer - die Sicherheit der Fußgänger deutlich erhöht. Auf der schmalen Fahrbahn sei nur noch gemächliches Tempo möglich.

Wegen des Parkhauses „Rathaus” in der Mostardstraße werden aktuell in Spitzenzeiten 200 Fahrten in der Stunde in der kleinen Straße gezählt - vor allem Parkverkehr, aber auch Zulieferverkehr für die Geschäfte in der Großkölnstraße und auf dem Markt. Mit der Reduzierung des Parkangebotes am Büchel wird in der Mostardstraße aber ein weiterer Anstieg des Verkehrs in Richtung Parkhaus „Rathaus” erwartet. Schon deswegen sei der Ausbau und die damit verbundenen Verkehrsberuhigung erforderlich. Denn wenn sich noch mehr Autos dicht gedrängt zum Parkhaus schieben, sind 75 Zentimeter Gehweg viel zu wenig.
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