730 Kilometer vom G7-Gipfel entfernt rotieren die Beamten

Von: rr
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Bis hierhin und nicht weiter: Wegen des G7-Gipfels in Bayern gab es auch umfangreiche Kontrollen der Bundespolizei an den Grenzen in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf Schloss Elmau im bayrischen Krün tagen die mächtigsten Staatschefs der Welt – sieht man mal vom nicht erwünschten Wladimir Putin ab. Befürchtungen gab es im Vorfeld bezüglich möglicher Randale bei diesem Spitzentreffen, zu der es dann ja auch zeitweise kam.

Deswegen rotierte die Bundespolizei auch im 730 Kilometer entfernten Aachen am Wochenende. Vor allem bis in die Nacht zum Samstag waren etliche Beamte an den hiesigen Grenzen zu Belgien und den Niederlanden unterwegs.

Das Hauptaugenmerk lag dabei eben darauf, die Einreise beziehungsweise Weiterreise von potenziellen Gewalttätern, die aus dem benachbarten Ausland zum G-7-Gipfel anreisen könnten, zu verhindern. Doch durch die zeitweiligen Grenzkontrollen gab es neben längeren Staus auch weitere „Begleiterscheinungen“. So verzeichneten die Bundespolizisten in ihren Protokollen unerlaubte Einreisen, Festnahmen, Straßenverkehrs- und Betäubungsmitteldelikte und einiges mehr. So wurden zum Beispiel zwölf Personen, zumeist Familien aus Syrien, in einem Fernreisebus aus Belgien aufgegriffen.

Sie stellten ein Schutzersuchen und wurden an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Zudem konnte auch ein 45-jähriger Pole festgenommen werden. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zwecks Festnahme wegen Steuerhinterziehung gesucht. Er konnte durch Zahlung einer Geldstrafe von über 2600 Euro den Haftbefehl abwenden und seine Reise fortsetzen. Ihm hätte sonst ersatzweise eine Haftstrafe von 85 Tagen gedroht. In weiteren Fällen konnten kleinere Mengen an Drogen beschlagnahmt und Anzeigen wegen der unerlaubten Einfuhr erstattet werden.

Die Grenzkontrollen sollen noch bis zum 15. Juni andauern. Dabei sind Beeinträchtigungen für den grenzüberschreitenden Verkehr laut Bundespolizei aber nur punktuell zu erwarten. Die Bundespolizei rät, beim Überschreiten der Grenzen auf jeden Fall einen Reisepass oder Personalausweis dabeizuhaben.

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