72 Stunden voller Tatendrang: Gutes tun und darüber reden

Von: Svenja Pesch
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72 Stunden – und viel mehr: Zum Auftakt der bundesweiten Aktionstage der kirchlichen Jugendarbeit kamen zahlreiche junge Menschen in der Citykirche St. Nikolaus zusammen, um über erfolgreiche Projekte zu berichten und neue in Angriff zu nehmen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Drei Tage, 72 Stunden oder 4320 Minuten. Viel Zeit, Gutes zu tun. Um genau das zu machen, versammelten sich in der Citykirche St. Nikolaus hunderte Schüler zum den Auftakt der 72-Stunden-Aktion der kirchlichen Jugendarbeit. Mitmachen kann jeder im Alter von 6 bis 28 Jahren. Ob als Schulklasse, im Verband oder im Freundeskreis, spielt keine Rolle.

In Aachen-Stadt beteiligen sich 40 Gruppen an der Aktion, im ehemaligen Kreis weitere 38. Sinn und Zweck ist es zu erfahren, wie gemeinnützige, ehrenamtliche Hilfe auch einen selbst positiv stimmt, wie Gerhard Nellessen, Leiter des Koordinierungskreises, erzählt: „Ich freue mich riesig, dass alleine in Aachen 1700 Kids mitmachen. Es ist dabei wichtig, das Ganze als Gruppe zu erfahren. Für viele ist es ein prägendes Erlebnis, wenn sie merken, dass sie mit ihrer Hilfe etwas Gutes bewirken.“

Die Aktion, die unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ steht, wird von allen Bistümern deutschlandweit auf die Beine gestellt. Seit 25 Jahren beteiligen sich die Jugendlichen, um „die Welt ein bisschen besser zu machen“, wie Melanie Siebert, Bundesfreiwilligendienstleistende beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), lachend betont: „Viele denken, dass wir als Jugendliche ohnehin nicht so viel bewegen können, aber wir können genauso viel machen wie Erwachsene. Außerdem macht es einfach Spaß, Gutes zu tun.“

Chiara Elisa ist eine, die die Welt mit ihrem Team der Malteserjugend besser machen will. Sie sammelt Spenden für ein Hilfsprojekt in Indien, das sich für Straßenkinder einsetzt. Mit Aktionen wie Kinderschminken und Schuhe putzen wollen sie die 72 Stunden nutzen.

In der proppenvollen Citykirche wird lautstark der Countdown gezählt. Vorher haben noch die Regionaldekane Josef Voß und Josef Wienand ihren Segen gesprochen und allen Teilnehmern viel Spaß und eindrucksvolle Momente gewünscht.

Dann geht es auch schon los; einige Gruppen berichten von Sanierungsaktionen an Schulen oder der Organisation eines Krankenhausfestes. Motiviert sind sie alle, viele bohren dicke Bretter. Kein Wunder, denn die Aktion ist nicht nur vielversprechend, sie zieht immer größere Kreise. Sogar in Kolumbien und Kenia werden einzelne Projekte in diesem Rahmen begonnen.

Schirmherr ist übrigens die Band „Coconut Butts“. Zwei der Musiker haben selbst im Jahr 2004 unter einem damals noch anderen Namen Gutes getan. „Es ist toll, miteinander etwas zu gestalten, wir haben eine Bushaltestelle renoviert und erneuert und einen Tag mit Behinderten verbracht. Das waren schöne Erfahrungen“, berichtet der 24-jährige Christian.

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