72-Stunden-Aktion: In Aachen schickt der Himmel 1700 Helfer

Von: Katrin Haas
Letzte Aktualisierung:
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Kinderschminken für den guten Zweck: Im Burtscheider Ferberpark wurde im Rahmen der Sozialaktion „72 Stunden“ ein Spendenpicknick veranstaltet. Vom Erlös soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Foto: Andreas Schmitter
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Bis tief in die Nacht gespachtelt: Mitglieder der KJG Burtscheid renovierten eine Wand an der Parzival-Schule. Foto: Andreas Schmitter
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1000 Euro gesammelt: Das Benefizkonzert in der Dreifaltigkeitskirche – unter anderem mit dem Chor „Pius Celebration“ – war ein voller Erfolg. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Dicke, graue Betonstücke brechen immer wieder aus der Mauer vor der Parzival-Schule. So sieht die Mauer ungepflegt aus und ist außerdem ein Sicherheitsrisiko für die Schüler der Parzival-Schule. Das hat sich jetzt endlich geändert: „Wir haben die komplette Mauer einmal abgeklopft und bis viertel vor 12 Uhr nachts gearbeitet“, erzählt Andrea Prömpeler, Pfarrleiterin der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Burtscheid.

72 Stunden dauert die Sozialaktion „Uns schickt der Himmel“ der kirchlichen Jugendarbeit im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Kinder und Jugendlichen packen dabei tatkräftig in verschiedensten Projekten mit an. Manche der Gruppen nehmen das Motto der 72 Stunden durchaus wörtlich, und so gibt es für einige Aktionsteilnehmer nur wenige Stunden Schlaf.

Bis tief in die Nacht gearbeitet

So auch bei der KJG Burtscheid: Nachdem die Gruppe nachts noch gemeinsam mit dem Hausmeister die Löcher mit Schnellbeton gestopft hat, geht es am nächsten Morgen schon ans Verputzen. „Da wir jetzt fast so eine reine Jungengruppe sind, wollten wir etwas Handwerkliches machen“, sagt der 14-jährige Anton Marliani von der KJG Burtscheid. „Das macht auf jeden Fall Spaß. Es haben auch Schüler der Parzival-Schule mitgemacht, die waren sehr glücklich.“

In Aachen engagieren sich insgesamt 40 Gruppen mit rund 1700 Kindern, in der Städteregion sind es noch einmal 38 weitere Gruppen, die mit von der Partie sind. Und die Aktion hat Potenzial. Denn es lernen sich Gruppen kennen, die auch später voneinander profitieren. „Wir können uns eine langfristige Kooperation vorstellen“, sagt Beate Brehm vom Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg. Ihre Gruppe hat mit Courage e.V., einem individualpädagogischen Jugendhilfeprojekt, ein Spendenpicknick mit Spielen und Kinderschminken im Ferberpark organisiert. Vom Erlös soll ein neuer Baum im Park gepflanzt werden.

Ein Baum für den Ferberpark

„Die Schüler haben sich für einen Haselnussbaum entschieden. Wir hatten dabei an die Eichhörnchen gedacht“, sagt Brehm. Die Projekte reichen von Renovierungen über Spielefeste für erkranke Kinder bis hin zu Benefizkonzerten. „Es gab ein paar richtige Gänsehautmomente“, sagt Gerhard Nellessen, Jugendbeauftragter für die Bistumsregion Aachen-Stadt. Im Haus Cadenbach zum Beispiel haben „Capella a Capella“ für Senioren ein Konzert gegeben: „Die haben so begeistert auch auf Öcher Platt gesungen, dass die alten Leute total berührt waren“, sagt Nellessen.

Auch die Politiker loben das Engagement der Kinder und Jugendlichen: Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Europaabgeordnete Sabine Verheyen (CDU) und die Landtagsabgeordnete Daniela Jansen (SPD) besuchen Mitglieder des BDKJ Brand, die das Gemeindezentrum Brand renovieren. Und Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke (CDU) und die Junge Union greifen im Kinderheim Maria im Tann zum Pinsel.

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