70 Jahre CDU: Feierstunde in Eilendorf

Von: Caroline Niehus
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Das 70-jährige Bestehen der Partei wurde im entsprechend würdigen Rahmen gefeiert. Foto: Martin Ratajczak

Eilendorf. Auferstanden aus Ruinen: Das pathetische Dichterwort ist 1945 auf durchaus pragmatische, aber ebenso idealistische Weise wahr geworden. Wenige Wochen nach dem offiziellen Kriegsende formierte sich die CDU in Aachen. Natürlich wurde das 70-jährige Bestehen der Partei am Sonntag im entsprechend würdigen Rahmen gefeiert.

Viele Gäste hatten sich dazu im Eilendorfer „Dance Point“ eingefunden, und sie blickten dabei nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf Gegenwart und Zukunft.

Lob für Männer der ersten Stunde

In ihrer Festrede schlug die Kreisvorsitzende der CDU Aachen, Ulla Thönnissen, diesen Bogen gekonnt und begann dann doch damit, zurückzuschauen auf die Tage nach dem Kriegsende, in denen man nicht wirklich wusste, wie es mit Deutschland überhaupt weitergehen sollte. „Man musste die Lehre ziehen aus der unbeschreiblichen Katastrophe des Zweiten Weltkrieges“, betonte sie und lobte das Engagement der maßgeblichen Männer der ersten Stunde, die sich in dieser schweren Zeit für eine bessere Zukunft einsetzten.

Dann schaute Thönnissen auch auf alle sieben bisherigen Bundesparteivorsitzenden, die sie jeweils mit einem prägenden Zitat vorstellte. Beispielsweise zeigte sie den „Kanzler der Einheit“ Helmut Kohl, der 25 Jahre an der Parteispitze stand und vor der Wiedervereinigung oft sagte: „Wir sind und bleiben eine Nation!“ Auch Angela Merkel als erster weiblicher Parteivorsitzender galt natürlich Thönnissens Anerkennung.

Sie schaute aber vor allem natürlich auch auf die individuelle Geschichte der Aachener CDU, die „in einer ausweglos erscheinenden Situation einen politischen Neuanfang für die in Trümmern liegende Stadt wagte“. Trotz aller Schwierigkeiten habe die Partei es vermocht, ein positives Lebensgefühl zu vermitteln. Man dürfe sich jedoch nicht auf der Vergangenheit ausruhen, deshalb sei es mindestens ebenso erfreulich, dass „die Entwicklung der Partei so sympathisch und kompetent durch Marcel Philipp weitergeführt wird“. Der Oberbürgermeister wohnte der Jubiläumsfeier als Ehrengast bei.

Insgesamt zeigte sich Ulla Thönnissen stolz auf 70 Jahre, in denen die CDU maßgeblich zu wichtigen Entscheidungen in der Stadt beigetragen hat. „Alles, was uns zu dem macht, was wir heute sind, ist nicht nur Geschichte, sondern auch Orientierung für heute und Kompass für morgen“, rief sie und erntete dafür den Applaus der zahlreichen Gäste.

Auch Hildegard Pitz, Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbands Eilendorf, Axel Wirtz, Vorsitzender der Kreis-CDU Aachen-Land, und Landesvorsitzender Armin Laschet ließen es sich nicht nehmen, Grußworte und Gratulationen an die CDU in Aachen zu richten. Laschet tat dies aus gutem Grund per Video-Botschaft, da er durch eine sehr persönliche Jubiläumsfeier nicht da sein konnte in Eilendorf: Seine Schwiegereltern feierten Diamantene Hochzeit.

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