6000 Freiwillige räumen die Stadt auf

Von: Ines Kubat
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Auf Müll-Jagd: Tausende Bürger helfen am kommenden Samstag wieder mit, die Stadt zu säubern. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Gelbe Buttons am Revers, mit Müllbeuteln ausgestattet und Greifzangen bewaffnet – so wird man am Samstag, 5. April, rund 6000 Aachener Bürger auf den Straßen sehen. Sie alle folgen dem Aufruf der Stadtverwaltung, im Rahmen des Frühjahrsputzes mit anzupacken und die öffentlichen Wege, Plätze und Bordsteine vom Müll zu befreien und die Stadt so fit für die warme Jahreszeit zu machen.

Und die Organisatoren rund um das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind sehr zufrieden mit dem Umfang der bisherigen Anmeldungen: Auf einer Karte zeigt Petra Mahr von der Stadtverwaltung, wie gut der Innenstadtbereich mit Helfern abgedeckt ist und wie viele engagierte Bürger und Gruppen auch in den äußeren Bezirken wie Brand, Richterich und Haaren am kommenden Samstag aktiv werden.

Wie immer seien unter den Helfern zahlreiche Schulen und Kitas, aber auch Vereine, Familien mit Kindern oder Einzelpersonen, die sich für das Stadtbild einsetzen wollen. Erstmals folgten auch Unternehmen dem Appell, mit Mitarbeitern zusammen zu den Müllsäcken zu greifen. Ob sehr jung, alt, mit oder ohne Behinderung – im Rahmen seiner Möglichkeit leiste jeder angemeldete Freiwillige im Laufe des Tages einen Beitrag zum Frühjahrsputz, lobt Mahr.

Primäres Ziel des nunmehr 4. Aachener Aktionstags für Sauberkeit sei, so Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Stadt von Müll zu befreien. Gleichzeitig liege es der Stadtverwaltung aber auch am Herzen, eine gewisse nachhaltige Sensibilität dafür zu schaffen, dass man gemeinsame Verantwortung für sein Umfeld trägt und es wert ist, sich dafür einzusetzen.

Und dass solch ein Bewusstsein bislang nicht bei allen Aachenern vorhanden ist, zeigt sich schon allein an den Funden der vergangenen Jahre, die sich nicht nur auf achtlos fallen gelassene Kleinigkeiten wie Papiere oder Verpackungsmüll beschränkten: Erschreckenderweise wurden auf öffentlichen Flächen auch größere Gegenstände wie Autoreifen oder Elektrogeräte gefunden, die normalerweise speziell entsorgt werden müssen.

Oberbürgermeister Philipp geht daher mit gutem Beispiel voran und wird am Samstag im Preuswald an verschiedenen Stationen unterwegs sein und selbst Hand anlegen. Auch mehrere Gruppen der Stadtverwaltung sowie 25 Auszubildende der Stadt Aachen haben sich zum Helfen gemeldet.

In den vergangenen zwei Wochen seien schon Utensilien wie Handschuhe an die 6000 Freiwilligen ausgeteilt worden, berichtet Dieter Lennart, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Schließlich gibt es zahlreiche Gruppen von Unternehmen oder Schulen, die im Laufe der kommenden Woche bereits fleißig sammeln wollen.

Zu den Allerersten, die ihr Ziel erreichten, gehört die Grundschule Gut Kullen, berichtete Petra Mahr: Sie hätten schon am Freitag einen kleinen Laster mit Müll gefüllt. Einer der Lehrer habe außerdem einen weggeworfenen Fernseher gefunden und diesen dann einen halben Kilometer weit zur nächsten Sammelstelle getragen.

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