600 Engel laufen durch den Wald

Von: Rolf Hohl
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Der Engellauf der Aachener Engel fand in diesem Jahr bei optimalen Witterungsbedingungen statt. Der Schnellste brauchte 34 Minuten und 24 Sekunden für die zehn Kilometer lange Strecke. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Für Mütter ist es vielleicht das größte Geschenk zu sehen, dass die eigenen Kinder glücklich sind. So gesehen war der diesjährige Engellauf des Vereins Aachener Engel im Brander Wald nicht nur aus sportlicher Sicht ein erfreuliches Ereignis.

Schon zum siebten Mal fand nun der Lauf für Jung und Alt statt – und wie jedes Jahr am Muttertag.

Bei strahlendem Sonnenschein startete am Sonntagmorgen der Hauptlauf über zehn Kilometer durch den Wald. Diesen entschied Maciek Miereczko vom VfB Erftstadt Multisport für sich. Bereits nach 34 Minuten und 24 Sekunden überquerte er die Ziellinie beim Sportplatz an der Birkenstraße. Schnellste Frau wurde in der Gesamtplatzierung Emona Barzakova mit einer Zeit von 45 Minuten und 58 Sekunden. Dass man auch im hohen Alter noch Bestleistungen vollbringen kann, bewies indes Franz Pudlik, der mit seinen 70 Jahren nur zwei Minuten nach Barzakova im Ziel war.

Eine halbe Stunde nach den Läufern machten sich auch die Walker auf ihren ebenfalls zehn Kilometer langen Weg durch den Wald. Sehr gemächlich ging es dabei aber keineswegs zu. Schon nach einer Stunde und zehn Minuten war mit Günter Franken von der LG Monschau-Mützenich der Erste im Ziel bei Kaffee und Kuchen angelangt. Schnellste Frau war in diesem Wettbewerb Irmgard Harperscheidt von der DJK Westwacht mit einer Stunde und 16 Minuten. Auch bei dieser Disziplin zeigte sich mit dem 75-jährigen Reinhard Wolf ein Vertreter der älteren Generation in herausragender Form: Er überquerte nur fünf Sekunden nach Harperscheidt die Ziellinie.

Für die ganz jungen Läufer ging es dann gegen Ende über 1,9 Kilometer – begleitet von Känguru Skippy, einem kostümierten Vereinsathleten, der trotz Verkleidung gut mithalten konnte. Nicht aber mit Moritz Uellendall vom Lauftreff Inde Hahn. Der Elfjährige war mit acht Minuten und 27 Sekunden auch für das Känguru zu schnell. Gut eine Minute später folgte mit der achtjährigen Mil­dred Vietzke das schnellste Mädchen. Unter den Augen ihrer stolzen Eltern nahmen die Kinder bei der Siegerehrung dann ihre wohlverdienten Medaillen entgegen.

Ingesamt haben an die 600 Läuferinnen und Läufer am diesjährigen Wettkampf teilgenommen, der wieder nicht nur sportlich, sondern auch karitativ ein Erfolg werden sollte. Der Erlös kommt schließlich den von den Aachener Engeln betreuten Kindern und Jugendlichen zugute, denen der Verein mit seiner Arbeit neue Perspektiven und Zukunftschancen ermögliche, wie der Vorsitzende Martin Lücker sagt.

Lächelnd nach Hause

Zusammen mit der Laufgemeinschaft Germania Freund veranstalten die „Engel“ alljährlich den Engellauf, der mit seiner Kombination aus Sport und Jugendarbeit offenbar immer mehr Läufer überzeugt. Dass am Sonntag schließlich alle mit einem Lächeln nach Hause gegangen sind, dürfte also nicht allein am Wetter gelegen haben.

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