Aachen - 60 Stufen, 63 Meter: AM-Treppe rüstet auf

60 Stufen, 63 Meter: AM-Treppe rüstet auf

Von: Robert Esser
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Probelauf: AM-Mitarbeiter stiegen nach dem Festakt die Treppe hinab - ohne zu stolpern. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein Prachtbauwerk, das etwa unpraktisch ist: Vor hunderten Mitarbeitern hat der Vorstandsvorsitzende der AachenMünchener, Michael Westkamp, am Montag versichert, dass man die Stadt bei der Optimierung der 63 Meter langen und 20 Meter breiten Freitreppe zwischen Aureliusstraße und Borngasse unterstützen werde.

Behindertenverbände hatten heftige Kritik geübt. Ungleiche Stufenhöhen, irritierende Hell-/Dunkelwechsel der Bodenbetonblöcke, schräge Fahrschleifen, fehlende Geländer und Radläufe für Rollstuhlfahrer sowie der für Fußgänger fast unmerkliche Übergang des Treppendesigns mitten auf die von Autos befahrene Borngasse wurden moniert.

Dennoch war die Stimmung am Montag prächtig. „Das ist ein toller Gesamtkomplex und die beste städtebauliche Planung, die ich seit 2005 in Stadtrat erlebt habe”, lobte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Der Kritik stelle man sich, betonte er. Am Dienstag trifft sich Philipp mit Vertretern der „Kommission barrierefreies Bauen”, um die Treppe, die immerhin acht Meter Höhenunterschied überwindet, weiter für Seh- und Gehbehinderte anzupassen. Erste Geländer sind bereits nachgerüstet, weitere sollen bergab an der rechten Treppenflanke folgen.

Neben dem OB und Baudezernentin Gisela Nacken durchschnitt AM-Chef Westkamp unter dem Applaus der Belegschaft das gelbe Band und übergab die 60 Stufen, zehn Rampen und vier Zwischenpodeste offiziell den Aachener Bürgern. Der Steuerzahler hatte ohnehin den Mammutanteil an den Baukosten übernommen. 120.000 Euro zahlte die Stadt Aachen, 380.000 Euro flossen aus Städtebaufördermitteln des Landes, knapp 100.000 Euro steuerte die AM auf eigenem Gelände bei. Das ergibt insgesamt 600.000 Euro für die nunmehr größte Freitreppe der Kaiserstadt, eingebettet in den 100 Millionen Euro teuren Gesamtkomplex der AM, in dem rund 1000 Menschen arbeiten sollen.
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