60 Jahre THW Aachen: Tag der Offenen Tür

Von: Laura Knops
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Heiße Show: Die THW-Ortsgrupp
Heiße Show: Die THW-Ortsgruppe Aachen feierte mit einem Tag der Offenen Tür 60. Geburtstag. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks (THW) und des 30-jährigen Geburtstags der THW-Jugendgruppe fuhren die blauen Retter großes Gerät auf. Zwei Tage lang wurde der beeindruckende Arbeitsalltag des THW demonstriert.

Da hielten die Besucher den Atem an: Mit Hilfe einer sogenannten Sauerstofflanze, etwas Sauerstoff und viel Hitze, blieben die Helfer des Technischen Hilfswerks Aachen ganz cool und brachten den harten Beton ganz leicht zum Schmelzen.

Ein paar Meter weiter ging es weit weniger heiß, aber nicht minder spannend zu, als das Rettungshunde-Team auflief. Und was gab es sonst nicht alles zu entdecken - etwa die bei den Bergungstaucher.

Seit 1952 ist das THW in Aachen zur Stelle, wenn professionelle Hilfe in Sachen Katastrophen oder auch Veranstaltungen benötigt wird. „Angefangen haben wir mit ein paar Helfern und dürftigem Material, nun engagieren sich fast 200 ehrenamtliche Helfer mit großer Leidenschaft und Hilfsbereitschaft in den verschiedenen Fachgruppen des Ortsverbandes”, erklärte Ortsbeauftragter Jochem Brammertz.

Angefordert werden die Helfer aus ganz unterschiedlichen Anlässen wie großen Unfällen, Gebäudeeinstürzen, Explosionen, Erdbeben oder Sturmschäden. Dabei beschränken sie sich nicht auf ihre Region, sondern beteiligen sich auch weltweit am Katastrophenschutz. Unter anderem agierten die Kräfte aus Aachen in den letzten Jahren in Frankreich nach einer Hochwasserkatastrophe oder in Liberia bei der Unterstützung der UNO-Friedenstruppe.

Rund 30 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren gehören zur Jugendgruppe des THW. „Die Jugendlichen lernen hier nicht nur den Umgang mit Gefahren, sondern vor allem Teamfähigkeit, Pflichtgefühl und Selbstbewusstsein”, erzählte Elisabeth Brammertz, Leiterin der Jugendgruppe. „Jugendarbeit ist ein besonders wichtiger Punkt, denn sie bildet die Zukunft des THW. Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Thema für uns, vor allem seit Wehr- und Zivildienst abgeschafft wurden”, betonte Brammertz.

Zukunft hat das THW garantiert, denn unter den vielen begeisterten Besuchern gab es sicherlich einige, die für ein Ehrenamt gewonnen werden konnten.
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