5200 Besucher blickten in Aachens Historie

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Aachen. Die archäologischen Ausgrabungen im Elisengarten sind auf ein überwältigendes Interesse in der Bevölkerung gestoßen. Stadtarchäologe Andreas Schaub bot mehr als 60 Führungen - darunter viele Sonderführungen für Schulklassen - an, die von insgesamt 5200 Menschen besucht wurden.

Außerdem war Ausgrabungsstätte als temporäre Station des Projektes „Route Charlemagne” für die Öffentlichkeit während der gesamten Zeit durchgängig geöffnet.

Nach dem Ende der archäologischen Untersuchungen und dem Abbau des großen Grabungszeltes beginnt heute Morgen die Verfüllung der Ausgrabungsstätte mit Erdreich. Eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern wird dann wieder zugeschüttet, auf der Archäologen seit August letzten Jahres Fundstücke aus 5000 Jahren Aachener Geschichte zutage befördert haben. Zahlreiche offene Fragen aus der Historie der Kaiserstadt konnten beantwortet werden.

So haben Schaub und Gary White, Projektleiter der Dürener Firma Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege, Belege dafür gefunden, dass sich die Menschen, die um 3000 vor Christus am Lousberg Feuerstein abgebaut haben, im heutigen Zentrum von Aachen niedergelassen hatten.

Außerdem weiß man jetzt mit hinreichender Sicherheit, dass die Stadt Aachen in merowingischer Zeit (400 bis 700 nach Christus) durchgängig besiedelt worden ist.

Die Römer hatten Aachen nicht nur als Badestätte genutzt, sondern Häuser bewohnt, die etwa 35 bis 50 Meter lang waren und an ihrer Vorderfront einen Laubengang mit Säulen umfassten. Ihre Grundmauern sind ebenfalls am Elisengarten entdeckt worden.

Aufgrund des großen Interesses in der Bevölkerung und der enormen Bedeutung der Funde haben sich Politik und Verwaltung dazu entschlossen, ein 60 Quadratmeter großes Areal als „archäologische Vitrine”, so der Arbeitstitel, für die Präsentation eines Teils der Fundstücke dauerhaft freizuhalten.

Wie berichtet, wurden drei Büros beauftragt, eine Lösung zu erarbeiten, die den Anforderungen nach guter Belichtung, ausreichender Belüftung und Frostunempfindlichkeit genügen.

Die übrige Fläche wird bis Ende Oktober wieder als Parkanlage nach einem Entwurf des Berliner Büros Lützow7 umgestaltet. Auch die Ursulinerstraße wird umgebaut: Nach Abschluss der Verlegung von Versorgungsleitungen der Stawag wird sie zur Fußgängerzone. Die verschiedenen verkehrsberuhigten Bereiche in der Innenstadt werden damit unterbrechungsfrei begehbar, so die Stadtverwaltung.
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