50.000 Euro jährlich: Burtscheids Kern wird aufpoliert

Von: Matthias Hinrichs
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Überfällige Kur fürs Kurviertel: Als städtebauliches Schmuckstück kann man das historische Pflaster rund um Burtscheider Markt und Kapellenstraße derzeit wahrlich nicht bezeichnen. Doch die ersten Verschönerungsmaßnahmen sollen umgehend starten, bevor der Rahmenplan auf den Weg gebracht ist. Foto: Andreas Herrmann

Burtscheid. Na, also: Im taufrisch restaurierten Terrakottabrunnen am Burtscheider Markt plätschert das berühmte Thermalwasser jetzt wieder. Bis die erhofften Millionen zur groß angelegten Verschönerung im maroden Herzen des Stadtteils sprudeln, fließt allerdings noch reichlich Wasser den Gillesbach herab.

„Vor 2014 ist mit einer Landesförderung für die Rahmenplanung zur Umfeldverbesserung zwischen Kur- und Ferberpark nicht zu rechnen”, erklärte Grünen-Ratsfrau Tina Hörmann am Mittwoch beim „kleinen Ortstermin” mit CDU-Kollegin Maike Schlick in der Kapellenstraße.

Was eben nicht heißen soll, dass Politik und Verwaltung angesichts der allfälligen optischen Scheußlichkeiten rund um die Kurkliniken die Hände in den Schoß legen. Immerhin 50.000 Euro jährlich stellt die Stadt auf Antrag der schwarz-grünen Ratsmehrheit bis 2013 für erste Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen bereit. Die genauen zeitlichen Abläufe sind noch nicht festgezurrt, aber die Schwerpunkte der Maßnahme.

Burtscheider Markt: Das völlig ramponierte und durch allerlei Flickschusterei uneinheitlich gewordene Pflaster wird gründlich ausgebessert. Zwar stehen die typischen roten Steine, die hier das Bild prägen, dafür nicht mehr zur Verfügung, aber das Gesamtbild soll in jedem Fall harmonisch und solide gestaltet werden, sagen Hörmann und Schlick. Zudem werden Bänke und andere unansehnlich gewordene „Stadtmöbel” erneuert, eventuell soll die Beleuchtung mit modernen LED-Elementen verbessert werden.

Kapellenstraße: Dort ist die Stawag - wie am Burtscheider Markt - derzeit dabei, die Pflasterung nach den jüngsten Kanalbaumaßnahmen wieder einzusetzen. Doch bevor die Fußgängerzone im Zuge des avisierten Rahmenplans komplett aufgehübscht wird, sollen zumindest die reichlich unansehnlichen Baumfelder mit ihren teils total verbeulten Metalleinfassungen neu angelegt und mit Bänken gesäumt werden.

Kapellenplatz: Der Wochenmarktbereich an der Ecke Viehhofstraße soll durch Reduzierung der ziemlich wild wuchernden Bäume und Sträucher übersichtlicher und „aufgeräumter” gestaltet werden. Neue Pflanzfelder sollen zum Verweilen und Flanieren einladen, attraktive Sitzgelegenheiten installiert werden.

So könnte das Zentrum des Kurviertels schon vor dem Start des „Großprojekts Burtscheid” durchaus bereits ein weitaus ansehnlicheres Gesicht erhalten, hoffen Schlick und Hörmann. „Bis die Rahmenplanung steht und das Land 80 Prozent der Kosten für die komplette Umfeldverbesserung übernimmt, können wir nicht warten”, erklärt Hörmann. Der viel zitierte dringende Handlungsbedarf drängt sich wahrlich mit jedem Schritt auf.
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