500 Plakate gegen die Campusbahn

Von: Thorsten Karbach
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Plakativ gegen die Campusbahn: Maximilian Slawinski (rechts) und Joseph Nellen wollen bis zum 10. März mit ihrer Initiative die Aachener Überzeugen, gegen das Schienenprojekt zu stimmen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Maximilian Slawinski und die Gegner der Campusbahn werden sich ab Freitag noch einmal so richtig reinhängen – und 500 Plakate aufhängen. Auf denen steht in großen Lettern „Aachen zieht die Notbremse!“, und vor der Kulisse des Doms ist ein Kreuzchen zu sehen neben einem nicht minder großen „Nein“.

Die Botschaft ist unmissverständlich, die die rund 25 Aktiven der Initiative „Campusbahn = Größenwahn“ nun plakatieren wird. „Mit geballter Kraft“, sagt der Sprecher der Initiative Slawinski.

Das sprachliche Bild von der Notbremse bezieht sich dabei nicht nur auf die Campusbahn, sondern, so Slawinski, auch auf den Nothaushalt, der Aachen mit dem 240-Millionen-Projekt drohe. Die Finanzierung bleibt ein Kernthema in der Argumentation der Gegner. Zu den 500 Plakaten werden 20.000 Flyer gedruckt, die überall im Stadtgebiet verteilt werden. „Wir wollen gegen die Werbekampagne der Befürworter gegenhalten“, sagt Joseph Nellen für die Initiative.

Zehn Veranstaltungen geplant

Dazu zählen auch öffentliche Auftritte. Slawinski ist dabei neben Professor Erhard Möller an vorderster Front quasi Sprachrohr der Gegner. Zehn Veranstaltungen stehen bis zum 10. März noch auf seinem Terminkalender. „Wir sind mittendrin im Wahlkampf“, sagt er. Die Stadt werde durch die Campusbahn tatsächlich elektrisiert, das Interesse an Kommunalpolitik sei so groß wie nie. Und das sei allemal positiv. Missfallen findet Slawinski nur an der schnöden Werbung ohne großen Informationswert in der aktuellen Diskussion. Das hatte er in dieser Woche im AZ-Interview verlautbaren lassen

Eine Antwort auf Slawinskis Kritik kommt von Hans Poth. Der städtische Pressesprecher betont, die Stadt halte die Initiative keinesfalls außen vor. „Obwohl wir es nicht mussten, haben wir sie ins Abstimmungsheft aufgenommen. Obwohl wir es nicht mussten, haben wir ihn zu Podiumsdiskussionen eingeladen“, erklärt Poth. „Die Initiative darf aber auch nicht darauf warten, überall eingeladen zu werden. Wenn sie für ihre Sache kämpfen will, muss sie selbst initiativ werden.“

Die Stadt Aachen hat in diesen Tagen übrigens auch Plakate anbringen lassen. Auf denen steht: „Campusbahn: Informieren Sie sich!“, auf einer späteren Serie „Entscheiden Sie!“. „Das ist sachlich. Da kann man uns keinen Vorwurf der Propaganda machen“, sagt Poth.

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