500 Aachener drehen Runden für Arbeitslose

Von: Jari Wieschmann
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Deutliches Zeichen der Solidarität: Die rund 500 Teilnehmer des 9. Solidaritätslaufs spulten am Sonntag in der Aachener Innenstadt etliche Kilometer ab, die sich für Arbeitsloseninitiativen in barer Münze auszahlten. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Trotz des regnerischen Wetters gingen am Sonntag rund 500 Hobbysportler beim 9. Solidaritätslauf für Menschen ohne Arbeit im Rahmen des Aachen EM Special 2015 auf dem Marktplatz an den Start. Das Ziel: Mit jedem Kilometer, den die Läufer auf der Strecke rund um das Rathaus innerhalb von 90 Minuten zurücklegten, unterstützen die Teilnehmer die Arbeit der in dem Projekt engagierten Initiativen.

Nach dem Motto „Fifty-Fifty“ fließen 50 Cent in die Kasse der Organisatoren, die das erlöste Spendengeld wiederum in die Unterstützung von Menschen ohne Arbeit investieren. Die andere Hälfte verbleibt in den Vereinen, die sich im Vorfeld um Sponsoren bemüht haben.

Neben den Sponsorengeldern speisen sich die Einnahmen auch durch den Losverkauf der Tombola und das „Startgeld“, dessen Höhe jeder Läufer frei bestimmen konnte. In der Tombola gab es übrigens 240 Preise in einem Gegenwert von 3500 Euro zu gewinnen.

Mit 50 Läufern hat das Luisenhospital am Sonntag das größte Teilnehmerfeld ins Rennen geschickt, gefolgt von Maria im Tann mit 40 Läufern, die bislang bei allen Veranstaltungen mit dabei waren. Zum ersten Mal nahmen die Sportler von „Lustlauf Aachen“ teil. Mehr als 50 Vereine und Organisationen, darunter das Kindermissionswerk, Querbeet, In Via Aachen oder die Caritas, setzten ein deutliches Zeichen der Solidarität.

Dies betonten auch alle Organisatoren, die sich vor dem Start auf der Bühne vor dem Rathaus versammelt hatten. Neben Gerd Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane, waren dies Superintendent Hans-Peter Bruckhoff, Pfarrer Rolf-Peter Cremer, der in Vertretung des Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff teilnahm, Peter Brendel vom Verein Pro Arbeit, Stefan Graaf vom Jobcenter Aachen, Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Manfred Xhonneux vom Runner Shop.

„In der Städteregion leben mehr als 25.000 Menschen, die keine Arbeit haben, und jedes fünfte Kind ist von Hartz-IV-Leistungen abhängig. Daher sage ich: Wir lassen niemanden im Regen stehen“, so Gerd Mertens. Diese Zahl sei viel zu hoch und landesweit leider ein Spitzenwert. In den vergangenen acht Jahren sind dank der Solidaritätsläufe 130.000 Euro zusammengekommen. „Dieses Jahr hat das Wetter leider nicht mitgespielt“, so Mertens. Viel wichtiger sei jedoch das Signal, das von der Aktion ausgehe.

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