50-Jährige starb in den Armen der Nachbarstochter

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Im Fall des wegen Totschlags angeklagten Brana J. (38) sagten am Dienstag die Tochter der Nachbarin sowie die eigene Tochter des Opfers aus.

Die 50-jährige Bewohnerin aus dem Ostviertel war von ihrem Lebensgefährten, dem Lkw-Fahrer Brana J., gegen Mittag des 29. August 2014 mit einem Küchenmesser erstochen worden.

Zuviel Alkohol und wiederholter Streit führten zu der Tat, wie J. in seinem Geständnis vor dem Aachener Schwurgericht direkt zu Beginn angegeben hatte. Das bestätigte am Dienstag die Tochter der unmittelbaren Nachbarin, die im selben Stockwerk eine Wohnung hat.

Lydia P. hatte in der Nacht zum 29. August mit einer Freundin bei der Mutter übernachtet. Am Tat-Morgen fand sie dann gegen 12.30 Uhr das noch lebende Opfer auf dem Boden der Wohnung liegend auf. Der mutmaßliche Täter hatte sie zur Hilfe geholt und sie in Serbisch, der Heimatsprache der beiden, aufgefordert, Polizei und Krankenwagen herbeizurufen.

Die 27-Jährige beugte sich, wie sie erklärte, zunächst zu der am Boden liegenden Frau hinunter und drückte ihr sofort ein Stoffstück auf die stark blutende Wunde in der Herzgegend. „Alles war voller Blut. Sie lebte noch. Ich hörte ihre letzten Atemzüge, dann starb sie“, berichtete die junge Frau gefasst.

J. habe erneut auf Serbisch gemurmelt, „bitte stirb nicht“ und „sie hat mich so aufgeregt“. Sie habe dann das Messer an sich genommen „und es außer Reichweite“ gelegt.

Die 23-jährige Tochter des Opfers berichtete über den jahrelangen, übermäßigen Alkoholkonsum ihrer Mutter. Die habe sie dann oft verbal attackiert. Da sie ein Kleinkind habe, beschrieb die Tochter die Situation, habe sie den Kontakt völlig abgebrochen. Der Prozess geht am 18. Februar weiter.

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