Aachen - 43 Millionen für Mammutprojekt Modernisierung

43 Millionen für Mammutprojekt Modernisierung

Von: Mischa Wyboris
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Fit für die Zukunft: In der Henricistraße investiert die GeWoGe bis Ende 2009 rund 1,5 Millionen Euro in ihren Bestand. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Bernd Botzenhardt hat Grund zur Freude. Ein Unternehmen, das seinen Jahresüberschuss von 2007 - knapp 1,3 Millionen Euro - im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht hat, kann nicht so falsch gewirtschaftet haben.

„Wir haben die besten Zahlen unserer Historie geschrieben”, resümiert Botzenhardt vom Vorstand der GeWoGe zufrieden - und weiß aber auch, dass das Ergebnis des Jahresberichts kein Maßstab für die nahe Zukunft sein kann.

Schließlich habe man 2008 vor allem Planung betrieben - im laufenden Jahr sieht das mit allein fünf umzusetzenden Projekten anders aus. In den kommenden fünf Jahren soll kräftig in den Bestand investiert werden, der zu 70 Prozent vor 1940 erbaut worden ist.

Die größte Modernisierungsmaßnahme 2009 betrifft die Liegenschaften in der Henricistraße - Baujahr immerhin 1960. Die Ausgaben für alle bis Ende des Jahres fertiggestellten Maßnahmen sollen mehr als 6 Millionen Euro betragen, die Investitionen in den kommenden fünf Jahren rund 43 Millionen Euro.

„Wir werden oft gar nicht als der größte Vermieter der Region wahrgenommen”, bedauert Botzenhardt.

Mit Blick auf die mögliche Campusentwicklung werde man künftig auch „ein anderes, zahlungskräftigeres Klientel” ins Visier nehmen, sagt Aufsichtsratsvorsitzende Gisela Schmitt, betonte aber gemeinsam mit Botzenhardt, dass die derzeit rund 60 Prozent öffentlich geförderten Wohnungen „in Zukunft verstärkt gebraucht werden”.

In den Neubau wolle man nur bei entsprechender Nachfrage investieren. Ein möglicher Standort für neue GeWoGe-Grundstücke könnte in Aachen-Nord im Zuge einer geförderten Stadtteilerneuerung gegeben sein, formuliert Botzenhardt zurückhaltend.

Von der Wirtschaftskrise sei im Mietwohnungsbereich indes nichts zu spüren, fügt er hinzu. „Das wäre erst ein Thema, wenn die Krise anhält und dadurch die Grundmieten und Nebenkosten steigen.”

Berücksichtige man den demografischen Wandel in der Bevölkerung und die Entwicklung im Haushaltseinkommen, „brauchen wir keine großen, teuren Wohnungen, sondern kleineren, preiswerten Wohnraum mit guter Ausstattung”, gibt Botzenhardt zu bedenken, denn „kleine und günstige Wohnungen haben in Aachen Seltenheitswert”.
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