400-Tonnen-Kran rückt an der Schule an

Von: Stefan Herrmann
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Wächst rasant: Der Neubau von der vierten Gesamtschule samt Zweifachsporthalle liegt voll im Zeitplan. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Man könnte fast meinen, an der Sandkaulstraße soll der Neubau der vierten Gesamtschule nach den Sommerferien die Pforten öffnen. In Windeseile wächst der Betonbau in die Höhe. Trotzdem bleibt es beim ursprünglichen Einzugstermin im Sommer 2016. „Wir sind bisher exakt im Zeitplan“, bestätigte am Dienstag der städtische Projektleiter für den Schulneubau, Wilfried Sterck.

Dienstag rückte ein gigantischer 400-Tonnen-Autokran an, um insgesamt sieben 28 Meter lange und 1,5 Meter hohe sogenannte Dachbinder auf den Rohbau der neuen Turnhalle zu hieven. Jene Dachbinder überspannen nun die Zweifachsporthalle, die neben dem Schulkomplex entsteht. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden die riesigen Stahlbeton-Konstruktionen von einem Schwerlasttransporter in Aachen angeliefert. Am frühen Morgen begannen dann die aufwendigen Arbeiten vor Ort.

Damit der 400 Tonnen schwere Kran die Binder überhaupt in die Höhe ziehen konnte, musste auf dem Baugelände extra ein Fundament angelegt werden, auf dem das Fahrzeug sein Gewicht abstützen konnte, erklärte Sterck.

Kaum Beeinträchtigungen

Für die Dauer der Anlieferung und der Kranarbeiten musste ein Teil der Sandkaulstraße gesperrt werden. „Am späten Vormittag war aber bereits alles über die Bühne gegangen“, hat der Projektleiter keine großen Beeinträchtigungen vor Ort feststellen können. Der Rohbau soll Ende August, Anfang September fertiggestellt sein. Dann geht es an den Innenausbau. „Der Terminrahmen ist zwar eng gesteckt, aber wir schaffen das“, zeigt sich Sterck überzeugt.

Der Neu- und Umbau der vierten Gesamtschule mitten in der City ist eines der größten laufenden Bauprojekte der Stadt – und eines, das Maßstäbe setzen soll. Über die Kosten hatte es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben. Die Politik hatte die Stadt nach ersten Entwürfen und Kalkulationen beauftragt, die Ausgaben von zunächst 16 Millionen Euro zu drücken. Daraufhin errechnete die Verwaltung die Summe von 13,85 Millionen Euro für Schulgebäude und Sporthalle.

Mittlerweile wird das Gesamtvorhaben allerdings wieder mit 15,14 Millionen Euro angegeben, da einige zunächst nicht absehbare Kosten hinzugekommen sind. So befinden sich Teile der Gebäude, die im Rahmen des Vorhabens umgebaut werden, in einem schlechten Zustand und müssen aufwendiger saniert werden als zunächst angenommen. Zudem ist es erst seit kurzem Standard, dass das städtische Gebäudemanagement bei Großprojekten eine inflationär bedingte Kostensteigerung mit einrechnet.

Der Neu- und Umbau der vierten Gesamtschule muss spätestens Mitte 2016 stehen. Denn Aachens neueste Gesamtschule wächst rasant. Zum Ende des abgelaufenen Schuljahres waren es 420 Schülerinnen und Schüler, bis 2019 sollen es doppelt so viele sein. Derzeit werden die Jugendlichen auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den bisherigen Räumen der David-Hansemann-Realschule unterrichtet. Das neue, derzeit im Bau befindliche Gebäude, wird auch Raum für eine Mensa mit 230 Plätzen bieten und wartet mit einem Raumkonzept auf, dass auf die modernen pädagogischen Leitlinien der vierten Gesamtschule ausgerichtet ist.

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