400 Post-Beschäftigte bei Kundgebung in Aachen

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
0000040b5249baa7_ANS-poststreik-2015-0004.jpg
Mehrere Hundert Postmitarbeiter protestierten am Donnerstag gegen die Ausgliederung der Paketdienste in Tochterunternehmen protestiert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Glühende Durchhalteappelle bei Gluthitze in der Aachener City: Rund 400 Post-Beschäftigte aus großen Teilen des Grenzlandes haben am Donnerstag erneut gegen die aktuellen Pläne der Konzernführung zur Ausgliederung der Paketdienste in etliche Tochterunternehmen protestiert.

Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am Freitag in Bad Neuenahr ließen sie keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit, an den Forderungen der Gewerkschaft Verdi festzuhalten. Nach drei Wochen Streik sei die Kampfbereitschaft ungebrochen, unterstrich Bernd Lind, Verdi-Sekretär in Aachen.

Von der Gewerkschaftszentrale an der Harscampstraße zogen die Demonstranten unter ohrenbetäubendem Trillerpfeifen-Lärm über Theaterstraße und Elisenbrunnen zum Katschhof. Mit „hanebüchenen“ Verunglimpfungen der Gewerkschaft in internen Rundbriefen an Führungskräfte und „schnöden Lügen“ wolle die Arbeitgeberseite die Streikenden verunsichern, empörte sich Wolfgang Host, Betriebsratsvorsitzender der Post-Niederlassung Köln-West.

Thomas Großstück von der Verdi-Fachbereichsleitung NRW warf der Unternehmensführung vor, sie versuche massiv, Mitarbeiter einzuschüchtern und sie mit teils unlauteren Mitteln zu bewegen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling und Martin Peters, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Städteregionstag, geißelten die drohende Zerstückelung des Konzerns durch Schaffung zahlloser "Billigtöchter“, in denen die Beschäftigten erhebliche Lohneinbußen hinnehmen und ständig fürchten müssten, ihre Arbeitsplätze am Ende ganz zu verlieren.

„Es geht heute darum, eure hart erkämpfte Sicherheit zu verteidigen“, rief Ellen Begolli, Aachener Ratsfrau der Linken, den Demonstrierenden unter großem Applaus zu. Die Pläne der Bonner Konzernführung seien angesichts aktueller Milliardengewinne ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten: „Es ist richtig, dass ihr die Annahme des unverschämten Verhandlungspakets der Arbeitgeber verweigert und es postwendet zurückschickt“, sagte sie.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert